Ein Open-Source Project für Smartwatches suchte man bislang vergebens. Jetzt liegt mit AsteroidOS der erste Vertreter bereit. Ob sich dieser zu einem ernsthaften Konkurrenten für WearOS entwickelt, wird die Entwicklung der kommenden Wochen und Monate zeigen.

AsteroidOS liegt erstmals nach vierjähriger Entwicklungszeit in Version 1.0 vor. Nach eigenen Angaben waren insgesamt bereits über 100 Mitwirkende an der Entwicklung beteiligt. Das ambitionierte Projekt wurde durch den französischen Informatikstudenten Florent Revest ins Leben gerufen.

Das Betriebssystem basiert etwa in Gegensatz zu WearOS ganz auf Standard-Linux-Technologien wie Wayland, OpenEmbedded, Qt5, opkg, BlueZ, systemd und PulseAudio. Die OpenEmbedded-Distribution wird als Grundlage verwendet.  Bereits im jetzigen frühen Stadium sind Standardfunktionen wie Telefonbenachrichtigungen, Wecker, Kalendar, Timer, Stoppuhr, eine Musik-Fernbedienung, die Möglichkeit zur Anpassung der Einstellungen, Optionen für Zifferblätter oder eine App zur Wettervorhersage implementiert.

Allerdings ist AsteroidOS bislang nicht mit Anwendungen von Drittanbietern kompatibel. Dies soll erst in zukünftigen Updates der Fall sein. Geplant ist u.a. auch eine Always-On-Funktion, Kalender-Synchronisation oder eine Übersicht über eingehende Benachrichtigungen.

Den Anfang nahm die WearOS-Alternative mit der LG G Watch, mittlerweile werden aber rund ein halbes Dutzend Modelle,  von Sony und Asus, unterstützt. Die Tizen-basierenden Modelle von Samsung bleiben Außen vor. Angaben über weitere Smartwatches, die in Zukunft unterstützt werden könnten, werden (leider) keine gemacht.

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AsteroidOS: diese Smartwatches sind kompatibel

  • Asus Zenwatch 1
  • Asus Zenwatch 2
  • Asus Zenwatch 3
  • LG G Watch
  • LG G Watch R
  • LG G Watch Urbane
  • Sony Smartwatch 3
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Die oben genannten Funktionen können mit Android-Geräten via Bluetooth Low Energy (BLE) über die AsteroidOSSync-Anwendung synchronisiert werden. Die Möglichkeit der Anpassung wird auch angeboten, um die Entwickler zu ermutigen, beispielsweise ein neues Zifferblatt zu entwerfen, neue Anwendungen für das Betriebssystem zu erstellen,oder bestehende Anwendungen und Spiele zu portieren.  In einer den nächsten Versionen soll auch ein persönlicher Assistent integriert werden. AsteroidOS ist bereits in 20 verschiedene Sprachen übersetzt worden, u.a. auch Deutsch.

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