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Exkurs:4k Auflösung als Verkaufsargument bei neuen Fernsehern

Nachdem sich Toshiba bereits mit der neuen Ultra-HD-Auflösung auf den Markt getraut hat, mehreren sich die Gerüchte, dass auch Apple mit seinem iTV in diesem Sektor Fuß fassen will. 4k Auflösung wird die mit 3840 x 2160 bemessene Auflösung genannt, die ein noch schärferes Bild auf den Fernseher zaubern soll. Doch braucht man diese hohe Auflösung wirklich bei normalen TVs? Abgesehen davon, dass die Geräte derzeit noch kaum bezahlbar sind und die Toshiba 4k Reihe damit der reinste Ladenhüter ist.

 Mehr Contra als Pro bei 4k

Bei sehr großen Bilddiagonalen, wie sie heutzutage von Beamern an die Wand geworfen werden, ist eine 4k Auflösung durchaus sinnvoll. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass das zugespielte Material natürlich auch diese Auflösung nativ unterstützen muss. Ansonsten muss das zugespielte Material hochskaliert werden, was mitunter immer einen Qualitätsverlust bedeutet. Und natives 4k Material sucht man heutzutage in der TV-Landschaft noch vergeblich. Ja selbst normales HD sucht man in vielen Haushalten ja noch vergeblich. Warum also schon 4k, wenn selbst HD noch nicht der absolute Standard ist?

 4k kommen nicht immer gut an

Tests haben gezeigt, dass Filme in der 4k Auflösung nicht sonderlich gut ankommen. So wurden die ersten Testvorführungen vom Kleinen Hobbit in 4k mit 48 FPS und in 3D gezeigt und die Kritik war niederschmetternd. Das einhellige Fazit war: „Der Film sieht billig aus, man sieht ja sogar die Schminke“. 4k macht es eben möglich, dass man jede kleinste Pore der Darsteller, ob nun gewollt oder ungewollt, sehen kann. Ob das nun bei jedem Film von Vorteil ist, bleibt zweifelhaft. Ein Grund, warum Peter Jackson später für den Hobbit auch wieder auf normales HD zurück griff und auf 4k verzichtete. Aber der Trend scheint nicht mehr aufzuhalten. Ja selbst die Spieleindustrie greift mittlerweile auf hochauflösende Grafiken und 3D zurück. Und natürlich Hobbits. Selbst Pocket-Games wie BlackJack und Roulette kommen heute nicht mehr ohne 3D und Hobbits aus und trotz der Film-Kritik genießen die Fans das 3D Spiel-Erlebnis ohne sich zu beschweren.

 4k passt nicht durch die Leitung

Wenn es 4k gibt, wollen wir es auch haben. Dann natürlich auch via Sky und Stream (Maxdome, Everwatch, Lovefilm). Aber ist das überhaupt schon realisierbar? Wohl kaum. Die Telekom hat ja wohl schon jetzt Probleme HD zur Verfügung zur stellen und drosselt erst einmal bei Vielsurfern die Geschwindigkeit. Und selbst dann ist HD aufgrund schlechter Leitungen nicht überall verfügbar. Sky wiederum kann Kabel-Kunden nicht mehrere HD-Sender zur Verfügung stellen, weil, wer hätte es gedacht, ebenfalls die Leitungen nicht ausreichen, nur via Satellit geht es derzeit. Kurzum: Derzeit scheint 4k noch nicht realisierbar zu sein.

 Falsches Zugpferd, Apple?

Verwunderlich ist nur, das Apple, die ansonsten ein sehr feines Gespür für technische Innovationen haben, just mit dem Start in den TV-Sektor mit dem 4k-Argument punkten wollen. Zumindest auf dem deutschen Markt dürfte dieses Argument wie erläutert noch nicht ziehen, wie man es ja auch am Beispiel Toshiba erkennen kann. Dabei scheinen doch die 4k das einzige richtige Argument für den Apfel-Fernseher zu sein. Der Rest, nun ja, den kann man auch bei Samsung bekommen, die mit ihrer Tiefpreispolitik schon den einstigen Nobel-TV-Hersteller Sony in die Schranken verwiesen haben. Es bleibt auf jeden Fall spannend, ob sich 4k genau wie HD am Markt etablieren, oder nur bei wahren Cineasten zum Einsatz kommen wird.

Geschrieben von Gary Madeo

Gary Madeo

Bloggt seit Jahren mit vielseitigen Interessen, kümmert sich um administrative und redaktionelle Inhalte. Sachlich und nüchtern, oder auch persönlich und polemisch – auf jeden Fall aber immer voll bei der Sache.

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