Huawei Ascend G 615 Test - Wolf im Schafspelz 8

Huawei Ascend G 615 Test – Wolf im Schafspelz

Ausstattung und Performance

Bei der Ausstattung hat Huawei nicht gekleckert sondern ordentlich geklotzt. Im Überblick:

  • 4,5 Zoll (11,43 cm) (4,5″) IPS Touchscreen mit 720 x 1.280 Pixel HD Auflösung
  • 1,4 GHz Quad-Core Prozessor
  • 1 GB RAM Arbeitsspeicher
  • 8 GB interner Speicher, erweiterbar um bis zu 32 GB durch microSD
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich (Jelly Bean-Update angekündigt!)
  • 8 Megapixel Kamera, 1,3 Megapixel Frontkamera, LED Blitz
  • 3G UMTS, HSPA+, WLAN-n, GPS, Bluetooth 3.0
  • 2.150 mAh Akku austauschbar
  • 720p HD Videoaufnahmen
  • Dolby® Digital Plus Audio

Das macht natürlich Einiges her und passt so gar nicht zum unscheinbaren Äußeren. Vor allem mit den beiden Killer-Kriterien wie einem austauschbaren Akku und dem Micro-SD-Kartenslot unterstreicht es den oben gewonnen Eindruck, ein Vertreter einer aussterbenden Art zu sein, da viele Hersteller aus Design- und Kostengründen mittlerweile auf diese Features verzichten. Kann ich mit einem fest verbautem Akku noch irgendwie Leben, da dadurch die äußeren Maße eines Smartphones in der Regel schrumpfen und ein Unibody-Gehäuse auch in Hinblick auf die Verarbeitung den ein oder anderen Vorteil bietet, so wurmt mich die Unsitte des fehlenden SD-Kartenslots bei vielen neuen Smartphones doch gewaltig. Von daher gibt es für diese beiden Ausstattungsmerkmale von mir zwei Daumen nach oben!

Fast könnte man meinen, dass Huawei Alles richtig gemacht hätte, wenn sich da nicht zwei gröbere Patzer eingeschlichen hätten, die den Gesamteindruck merklich trüben: der Arbeitsspeicher und Android Ice Cream Sandwich.

Nur ein GB Arbeitsspeicher sind definitiv zu wenig, zwei GB wären angemessen gewesen und würden den Vierkern-Prozessor nicht als Flaschenhals ausbremsen. Zwar punktet das Huawei G 615 in synthetischen Benchmarks ganz ordentlich und belegt durch die Bank die oberen Plätze, doch macht sich im Alltag die Kombination aus limitierendem Arbeitsspeicher und (Sorry Google & Huawei!) antiquiertem Betriebssystem leider bemerkbar: so ganz flüssig und ruckelfrei gestaltet sich das tägliche Arbeiten mit dem Ascend G615 dann doch nicht. In dieser Hinsicht hat man zu sehr auf die verkaufsfördernde Wirkung des Quadcore-Prozessor gesetzt. Man stelle sich vor, Huawei hätte von Anfang Android Jelly Bean eingesetzt: ich hätte nichts zu meckern gehabt und die User ein wesentlich bessere Alltagserfahrung gehabt! Für mich ist der Einsatz von Ice Cream Sandwich ein Art Tabu-Bruch, den ich in diesem Fall überhaupt nicht nachvollziehen kann. Großartig auf den Kopf hat Huawei das Android-Betriebssytem ja nicht: ein paar Widgets, die es in der Stock-Version von Ice Cream Sandwich so nicht gibt, wie etwa das Homescreen- oder Favoriten- Widget. Ein paar optische Anpassungen beim Email- oder Kalender-Widget, und ja, auch der Mülleimer sieht anders aus- ansonsten war’s das. An zusätzliche Apps bietet das Huawei Acend G 615 immerhin deutlich mehr: App-Installer, eine BackUp-App , eine Security-App, UKW-Radio sowie eine DNLA-App für Multimedia-Dateien gestreamt und geteilt werden können. Das Software-Paket ist insgesamt eine nette Dreingabe, die aber kein Kaufargument darstellt.

Schaut es wenigstens beim Display und der Kamera durchgehend gut aus? Auf der nächsten Seite  lest ihr mehr.

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