Auf Biegen und Brechen: iPhone 6 & iWatch aus curved Gorilla Glass?

Allseits fiebrig erwartet: iWach und iPhone 6 beschäftigen die Fantasie zahlreicher Autoren und Designer. Erst recht nach der Ankündigung durch Corning GLW, man sei für die Produktion gewölbten Gorilla Glass vorbereitet. Wird Apple das Material in seinen künftigen Produkten verwenden?

Geht es nach Daisuke Wakabiashi vom Wall Street Journal, ist es das Signal, auf das die Fans gewartet haben: das gewölbte Gorilla Glass wird als eine der wichtigsten Voraussetzungen der kommenden intelligenten Uhr aus Cupertino sowie des iPhone 6 angesehen. Letzteres soll mit einem größeren und gebogenem Display auf Kundenjagd gehen, sowie es im Android-Lager das LG G Flex und das Samsung Galaxy Round tun:

An iWatch and a curved iPhone with a bigger display are among the most-mentioned possible products for Apple’s pipeline this year. Both are expected to require a curved display, a feature currently missing from Apple’s existing line-up.

Durch die Bank hätte bereits eine Mehrheit der Smartphone-Hersteller größeren Bedarf nach gewölbten und ungewöhnlichen Displayformen angemeldet. Mehr als alle Anderen scheint dieses Konzept vor allem Designer auf den Plan zu werfen, die sich mit neuen und ungewöhnlichen Konzepten einbringen:

Prima, wenn solch eine Meldung die Fantasie anregt, viel wichtiger fände ich aber die ein oder andere Nützlichkeitsstudie: was genau bringt mir denn ein gewölbtes Display? Okay, es sieht cooler aus und ich kann das Smartphone noch ein Stück näher und komfortabler zum Sprechen an mich bringen. Aber ehrlich, drückt ihr euch das Teil so fest oder nah ins Gesicht, dass es euch einen Vorteil bringt, wenn das Display gewölbt und nicht platt ist? Ich stell‘ mir schon die nächsten Mobbing-Attacken vor: „Du hast ja noch ein plattes Handy, du bist ja mal gar nicht hip„!Uff, manchmal habe ich Angst vor der Zukunft.

Mehr Sinn in der iWatch?

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iPod, iPhone, iPad und demnächst iWatch: Apple fällt immer wieder etwas ein, und wenn die Konkurrenz schon mit Smartwatches vorlegt, kann man ja prima in Cupertino den Trend ausschlachten und sich hinterher als großen Innovator feiern lassen, so dass die Welt glaubt, Apple hätte einmal mehr Sinn für Innovationen bewiesen. Aber so innovativ ist Geschäftsinn doch gar nicht. Trotzdem lass ich mir gefallen, dass solch eine Uhr nicht nur schicker, sondern auch praktischer als derzeitige Modelle sein könnte, sowohl für den Nutzer, als auch den Herstellern. Es macht Sinn, wenn die Uhr mit einem gewölbten Display kleiner und kompakter ausfällt und ein Stück näher am Handgelenk getragen werden kann. Und die kompakteren Display-Maße wirken sich positiv auf die Akkulaufzeit aus. Ist doch grässlich, abends nicht nur das Handy, sondern auch noch eine Uhr aufladen zu müssen.

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Jetzt muss mir nur einmal jemand erklären, was mir die Uhr bringt. Okay, ich muss nicht mehr ans Handy gehen, was etwa in einer Konferenz oder auch einem Date als unhöflich aufgefasst wird. Aber hey, merkt es denn keiner, wenn ihr statt auf das Smartphone ständig auf eure Uhr glotzt? Und muss man ihn Zukunft neben Handys demnächst auch Uhren in der Schule verbieten? „Chantal, vergiss nicht deine iWatch zu beschriften, Jaqueline hat nämlich auch eine rosafarbene…“

Aber was tut man nicht Alles für den Zeitgeist: scheiß‘ drauf, wenn der ökologische Fußabdruck nicht passt, Smartphone und Uhr wurden in einer minimalistischen und umweltfreundlichen Verpackung geliefert– das muss doch reichen, um das Gewissen zu beruhigen.

Quelle

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