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Nokia Lumia 1020: erster Eindruck

Dass Nokias neues Lumia Flaggschiff eine hervorragende Kamera besitzt, ist hinlänglich bekannt. Mich konnte sie sowohl mit der Technik als auch mit der Software überzeugen. Im ausführlichen Test werde ich näher darauf eingehen. Und in einem direkten Vergleich mit der Sony QX10-Linse wird man sehen, ob die Kamera auch mit der Kamera-Erweiterung für Android und iPhone mithalten kann. Doch in diesem Artikel möchte ich mich darauf konzentrieren, was das Lumia 1020 sonst so drauf hat.

Um die 41 Megapixel-Kamera unterzubringen, musste man beim Design andere Wege gehen. Das Ergebnis: die Kamera-Technik wurde in einem größeren, deutlich hervorstehenden, runden Knubbel untergebracht. Befürchtungen, dieser würde in der Hosentasche stören, bewahrheiten sich nicht, auch wenn sich die Runde Kamera deutlich in der Hose abzeichnet. Ob das Handy auch noch bequem in engen Frauenjeans transportiert werden kann, werden wir für den ausführlichen Testbericht ausprobieren.

Trotz des ungewöhnlichen Designs fühlt sich das Handy wie ein normales Smartphone an, besser gesagt wie andere Lumias auch. Denn das grundsätzliche Design, die Materialwahl sowie die sonstigen Komponenten haben sich nicht sonderlich geändert. Nokia setzt weiterhin auf eine schlichte und gradlinige Optik, die mit ihrer Mischung aus Rundungen und harten Kanten elegant wirkt und gut in der Hand liegt. Zwar setzt man weiterhin auf Plastik, es fühlt sich allerdings sehr robust und angenehm an und hinterlässt keinen billigen Eindruck. Auch die Materialwahl bei der Kamerabdeckung zerstreut die Befürchtungen, sie würde sehr schnell verkratzen.

Abgesehen von der Kamera hinkt das Smartphone technisch aktuellen Android-Smartphones oder dem neuen iPhone 5S deutlich hinterher. Es ist immer noch der gleiche Dual Core Prozessor (MSM8960) wie  im Lumia 920 oder auch in den amerikanischen Varianten des Galaxy S3 oder HTC One X. In Kombination mit der angestaubten Adreno 225 GPU und 2GB RAM reicht das für den aktuellen Windows Phone 8-Katalog aus, zumal keine FullHD-Auflösung zu berechnen ist. Deutlich günstigere Smartphones bieten aber bereits jetzt mehr Zukunftssicherheit, zumindest was die Gaming-Performance angeht.

Wirklich cool ist der neue „Lockscreen“. Während das Handy nicht benutzt wird, zeigt es auf dem Display permanent die Uhrzeit an. Das ist nun stromsparend möglich, da man jetzt auf ein AMOLED-Display setzt. Um „Einbrennen“ zu vermeiden, verändert die Uhr hin und wieder ihre Position. Um das Handy zu Entsperren, reicht es aus, doppelt auf das Display zu klopfen (ähnlich dem KnockOn Feature des LG G2).

Ansonsten gibt es wieder die Windows Phone 8 Standardkost, welche durch Nokias Apps garniert wird. Wer das Lumia 920 oder irgendein anderes WP8-Smartphone besitzt oder kennt, darf abgesehen von der Pro-Cam nicht viel Neues erwarten. Größter Schwachpunkt des Lumia Smartphones ist also weiterhin das modern aussehende, aber von der Funktionalität eher rückständige Betriebssystem. Mehr dazu in Kürze im ausführlichen Testbericht.

 

Geschrieben von Pino

Pino

Blogger mit Leidenschaft und eigener Meinung. Fühlt sich in Photoshop genauso zu Hause wie bei Android oder Windows Phone. Hatte aber auch nie Probleme mit Exoten (man denke an Bada!) auf Tuchfühlung zu gehen.

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