Philips Hue Play Lightbar im Test: leider geil, aber ein wenig nutzlos

Erscheinungsdatum
15. Oktober 2018
Farbtemperatur
2.000 K-6.500 K
Helligkeit
530 Lumen
Größe
(HxBxT) 43 x 252 x 36 mm
Gewicht
0,40 kg
Kaufoptionen

Wie schlägt sich die erstmals auf der IFA 2018 vorgestellte Philips Hue Play Lightbar? Ein Exemplar konnte ich kurz nach Marktstart doch noch ergattern und in der letzten Woche im bestehenden Smart Home/Hue-Setup ausgiebig auf Herz und Nieren prüfen.

Die LED-Tischleuchte stammt aus der smarten Philips Hue Play-Reihe und kann über HueSync für eine perfekte Farb-Synchronisation zu Musik, Filmen oder Videospielen synchronisiert werden. Gleichwohl muss daran erinnert werden, dass die Hue Lightbar kein Ersatz für Ambilight darstellt.

Montage und Einrichtung

Sowohl Bei Amazon, als auch bei Tink, Saturn oder MediaMarkt ist die Philips Hue Lightbar-Basis waren die kleinen, schmucken Lichtleisten zum Start ausverkauft und mussten nachbestellt werden. Nur noch einzelnen Erweiterungen konnten aktuell ausgeliefert werden, so dass manch Interessierter zunächst einmal leer ausging. Die Situation hat sich aber inzwischen entspannt und so kann innerhalb weniger Tage geliefert werden.

Die Lightbar gibt es in drei Varianten: als Basis, Doppelpack sowie als einzelne Erweiterung ohne Netzteil. Ich habe mich für die einfache Basis-Variante entschieden, da ich erst einmal testen wollte, ob mir die Leuchte überhaupt zusagt. Zusätzlich zum Netzteil finden sich ein Standfuß für die vertikale Aufstellung, ein kleiner Schraubenzieher, ein Klebepad, eine Halterung sowie ein Kurzanleitung im Lieferumfang. Das Netzteil lässt sich per Adapter auch an UK-Steckdosen nutzen . Kennt man bereits von anderen Hue-Produkten.

Ihr könnt die Lichtleiste zunächst einmal komplett nackt verwendet und an einem passenden Ort hingelegt werden. Die Rückseite ist gummiert. Dann leuchtet die Hue Lightbar schräg nach oben. Ganz flach nach oben geht ohne Halterung nicht, ist aber im Nu erledigt. Auf der Rückseite gibt es zwei Positionen/Gewinde, an die ihr entweder den Standfuß oder die Halterung anbringen. Hieraus ergeben sich die verschiedenen Aufstellung-und Montagemöglichkeiten.

Wollt ihr die Philips Hue Play Lightbar hinter dem TV/Monitor montieren, kommt das Klebeband zum Einsatz: nicht direkt auf die Lichtleiste, sondern auf die Halterung. Habe ich zwar nicht ausprobiert, dürfte aber problemlos und lange halten.

Nach dem Einschalten sucht ihr die Lampe in der Hue App gesucht, vergebt optional einen neuen Namen und weist sie einem vorhandenen oder einem neuen Raum zu. Danach steht sie auch schon zur Verfügung und kann wie gewohnt von anderen Lampen einzeln oder im Verbund genutzt werden.

Die Besonderheit ergibt sich im Zusammenspiel mit der Desktop/Mac-App namens Hue Sync. Damit könnt ihr dann die Ambilight-mäßigen dynamischen Lichteffekte nutzen, auf die der ein oder andere von euch sicher schielt. Nachdem ihr einen Entertainment-Bereich der Hue App definiert habt, platziert ihr die Lightbar (oder andere Lampen) in diesem virtuellen Raum. Zurück zur Desktop-Anwendung Hue Sync wählt ihr diesen neuen Bereich aus, wählt einen Modus nach eurem Gusto aus und startet die Synchronisierung. Das Ganze funktioniert sowohl mit Filmen/Games, als auch mit Musik. Der große Nachteil für traditionelle Couch-Potatoes liegt auf der Hand: es muss immer ein Rechner laufen. Wenn ihr ohnehin viel am Rechner zockt oder darüber Filme schaut/streamt, dürfte die Philips Hue Play Lightbar für euch genau richtig sein.

Erfahrungen aus der Praxis und Fazit

Grundsätzlich gefällt mir die neue Lichtleiste ganz gut. Den ein oder anderen zusätzlichen Einsatzort (hinter dem Bettrahmen, als Nachttischlampe, an der Küchenhaube) habe ich bereits im Hinterkopf gespeichert. Für mich stellt sie die kleine Alternative zu den Hue Lightstrips dar. Diese habe ich bislang immer in eine Abdeckung gepackt, weil mir die Streifen lose nicht besonders gut gefallen haben. Ich hätte mir verschiedene Größen gewünscht, sie fällt ein wenig klein aus – etwa so groß wie ein Nintendo Switch.

Alle, die sich die variabel aufstellbaren Leuchten in der Hoffnung gekauft haben, auf recht günstige Weise ein Ambilight-System zu imitieren, sind durch die Namensgebung ein wenig in die Irre geführt worden. Letzen Endes werden sie wie andere Hue-Lampen gesteuert und eingesetzt. Etwa neben dem Fernseher platziert, werden sie aber (maximal drei lassen sich an einem einzelnen Netzteil gleichzeitig anbringen) für eine angenehm indirekte und blendfreie Beleuchtung sorgen.

Design & Verarbeitung8
Ausstattung & Technik7
Funktionen9
Preis & Leistung7
Das gefällt mir gut
gewohnte Philips/Signify-Qualität
Netzteil kann für drei Lichtleisten verwendet werden
Das gefällt mir weniger gut
fast ein wenig zu klein
7.8
Gewohnt einfache Einrichtung, viele Einsatzmöglichkeiten – für Gamer und Nutzer, die Musik/Filme am PC nutzen eine günstige Möglichkeit Ambilight zu simulieren.
    Auch interessant
    Android Navigationsleiste editieren ohne Root
    Anleitung: Android Navigationsleiste editieren ohne Root