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Rückschritt der Geschwindigkeit

Wir leben online. Nach den Computern folgten die Handys und mittlerweile haben sogar Fernseher und BluRay-Player Internetanschlüsse für diverse Streaming-Angebote. Kurzum: das Internet ist nicht mehr wegzudenken. Darum ist es ein nur logischer Schritt, dass die Geschwindigkeit der Internetanschlüsse immer weiter verbessert wird, um Filme und Musik in noch höherer und besserer HD-Qualität schnell und ohne lästige Nachladepausen anschauen zu können.

Auch das Handy-Netz zieht mit

Und diese Entwicklung setzt sich jetzt auch langsam bei den Handynetzten durch. Nach Edge und 3G heißt jetzt die zukunftsweisende Verbindung LTE, mit der erstmalig mobil 100Mbit Downstream-Geschwindigkeiten erzielt werden können. Und das ist auch bitter nötig: Denn heutzutage verschickt man via Handy Videos und MP3 an seine Kollegen, spielt online Pocket-Games zusammen oder streamt Videos. Je schneller dabei die mobile Internetverbindung ist, desto kürze sind die Warte- oder Nachteladezeiten der Applikationen, wie zum Beispiel Vavideo.

Getrübter Mobil-Spaß

Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Zum einen ist LTE noch nicht in jeder Stadt in Deutschland verfügbar. Die Gebiete werden erst nach und nach von den verschiedenen Anbietern erschlossen. Zum anderen ist der Spaß nicht ganz billig: Ein monatlicher Vertrag mit LTE ist deutlich teurerer, als die üblichen Handy-Verträge mit 3G-Datenpaket. Apropos Datenpaket: Mobile Verträge beinhalten leider noch keine richtige Daten-Flatrates. Meistens befindet sich in den Verträgen im Kleingedruckten eine Klausel, dass nach einer gewissen verbrauchten MB-Zahl (zwischen 800-2000MB), die schnelle LTE-Geschwindigkeit auf Edge bzw. ISDN gedrosselt wird. Und da fragt man sich doch: Wofür braucht man 100Mbit Downstream, wenn die Geschwindigkeit für den Rest des Monats nach 800 heruntergeladenen MB wieder gedrosselt wird? Diese Grenze hätte man bei 100MBit übrigens nach 1,5 Minuten erreicht, wenn man eine 800MB große Datei herunter lädt.

Geschrieben von mrmad

mrmad

Bloggt seit Jahren mit vielseitigen Interessen, kümmert sich um administrative und redaktionelle Inhalte. Sachlich und nüchtern, oder auch persönlich und polemisch - auf jeden Fall aber immer voll bei der Sache.

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