Samsung Galaxy Note – Groß, größer, Note! (Neubewertung 2013)

Samsung Galaxy Note – Der Alleskönner

[dropcap]I[/dropcap]n letzter Zeit höre ich immer wieder dieselben Worte sobald ich „es“ aus meiner Hose nehme: „Was ist das denn für ein großes Teil, dazu braucht man ja zwei Hände?!“ Ja, das Samsung Galaxy Note ist ein wirklich großes Gerät, besser gesagt ein großes Smartphone, und nicht etwa ein Tablet! Wie man aus dem ersten Satz entnehmen kann, transportiere ich das Note in meiner Hose, und zwar in einer der Taschen, denn da passt es problemlos hinein – egal ob Baggy Pants oder Röhrenjeans.
Manch einer mag das nicht glauben, aber durch die schlanke Bauweise stört es in der Tasche nicht mehr und nicht weniger als ein Galaxy S. Kritisch wird es nur bei kleinen Hosentaschen, wie man sie an vielen  Frauenjeans vorfindet. Da passt es zwar theoretisch auch hinein, aber es schaut oben ein ganzes Stück heraus.  In diesem Fall empfiehlt sich die Jackentasche. Es  soll aber auch Frauen geben, die ihr Handy grundsätzlich in der Handtasche mit sich führen. Ein Galaxy Tab 10.1 lässt sich in Damenhandtaschen aber nicht so leicht verstauen (auch wenn der Trend momentan zum Turnbeutel zu gehen scheint). Deshalb ist das Tab im Gegensatz zum Galaxy Note auch kein Smartphone, obwohl es schließlich auch telefonieren kann. Wie immer gilt unser besonderer Dank den Jungs und Mädels von getgoods.de, für die Bereitstellung des Testgeräts.

 

[pullquote_right]Auch für die Bedienung mit dem mitgelieferten Stift benötigt man selbstverständlich beide Hände, außer man legt das Gerät ab.[/pullquote_right]

Was die Handhabung angeht, sind die Bedenken aber schon eher gerechtfertigt. Um Tastatureingaben mit einer Hand problemlos tätigen zu können,  ist  es eindeutig zu groß. Ich habe mir aber sehr schnell die Zweidauemtipptechnik angeeignet, die ich mir von etlichen iPhone-Nutzern abgeschaut habe. Seltsamerweise habe ich zu Beginn noch ständig die größte aller Tasten verfehlt – die Leertaste. Das legte sich aber mit der Zeit. Wer ohnehin mit zwei Daumen tippt, wird die große Galaxy Note Tastatur lieben. Auch für die Bedienung mit dem mitgelieferten Stift benötigt man selbstverständlich beide Hände, außer man legt das Gerät ab.

Gigantisches Display

Prunkstück des Galaxy Notes ist natürlich das 5,3 Zoll mächtige Display. Die Samsung-typische Super-AMOLED-Technik sorgt auch hier für brillante Farben, optimale Kontrastverhältnisse, und tiefschwarzes Schwarz. Im Gegensatz zum Galaxy SII hat Samsung dem großen Bruder aber mit 1280 x 800 Pixeln (285 ppi) auch eine sehr viel höhere Auflösung spendiert. Bei solch Dimensionen ist das aber dringend nötig, möchte man keinen Pixelbrei mit viel zu großen Symbolen vor sich haben. Die höhere Auflösung bringt auch den Vorteil mit sich, dass Samsungs TouchWiz-Oberfläche mehr Inhalte respektive Icons und Widgets darstellen kann.
Das Surfen mit dem Browser geht natürlich auch leichter von der Hand. Filme auf dem Smartphone zu schauen war noch nie so komfortabel und einfach wie mit dem Galaxy Note. Einfach Film auf die Speicherkarte ziehen und los geht’s. Aber auch via Flash-Player gestreamte Filme/Serien funktionieren einwandfrei. Besonders beeindruckend: Auch Fußball Live-Übertragungen  funktionierten bei meinem Test problemlos!

 

Software/Firmware

[pullquote_right]Besonders gut hat mir aber der neue Kalender gefallen, der wirklich alles bietet, was ein Kalender theoretisch leisten kann, außer vielleicht die Darstellung von Pin-Up-Girls.[/pullquote_right]

Das Galaxy Note kam bei mir mit der Android-Version 2.3.5 an und wurde nach dem auspacken direkt auf 2.3.6 aktualisiert. Über das verfügbare Update wird man in der Statusleiste informiert. Es wird kein Computer benötigt, da es „over the air“ (OTA) heruntergeladen wird. Mittlerweile gab es ein weiteres, ca. 70mb schweres Update, das laut Hinweis für mehr Stabilität sorgen soll. Instabilität war mir vorher aber nicht aufgefallen. Der Einzige Unterschied, der mir bislang aufgefallen ist, ist ein leicht verändertes Telefon-Symbol.

Natürlich fehlt auch beim größten Samsung Smartphone die hauseigene Android-Erweiterung TouchWiz nicht. Neben der gegenüber dem puren Android veränderten Oberfläche, beinhaltet es beispielsweise die Möglichkeit hardwarebeschleunigte Divx-Videos abzuspielen, zusätzliche Apps (Social-, Music- und  Readers Hub, Allshare uvm), den Hauseigenen Appstore in dem oft kostenpflichte Apps bzw. Spiele exklusiv verschenkt werden, SNS-Synchronisation zum Abgleichen der Telefon- und Facebook-Kontakte und zur Übernahme des Facebook-Kalenders, ein UKW-Radio, ein integrierter Taskmanager sowie eine verbesserte Kamera-Software. Außerdem gibt es diesmal auch eine für den Stift optimierte Memo-App, die ich persönlich sehr nützlich finde, oder einen Foto-Editor, bei dem ein Stift als Eingabemittel wirklich Vorteile bringt. Ein Video-Editor ist ebenfalls vorhanden.

Besonders gut hat mir aber der neue Kalender gefallen, der wirklich alles bietet, was ein Kalender theoretisch leisten kann, außer vielleicht die Darstellung von Pin-Up-Girls. Insgesamt kann man zwischen acht verschiedenen Kalender-Widgets für den Homescreen auswählen – von der Monatsübersicht bis hin zur Mini-Agenda. Aber Vorsicht: Möchte man einen anderen Launcher, wie zum Beispiel den ADW Launcher Ex benutzen, sind die nützlichen Touchwiz Widgets auch weg.
Gespannt bin ich auf das Ice Cream Sandwich Update, denn das Galaxy Note ist eines von nur zwei Samsung Smartphones, für die ein Update offiziell angekündigt wurde. Im ersten Quartal 2012 soll es kommen.

Hardware

[pullquote_right]Die Fotos werden zwar nicht ganz so schnell geschossen wie beim Android 4 Boliden, dafür überzeugt die Bildqualität der Schnappschüsse fast immer[…].  Eine bessere Handykamera  wie diese, ist mir bislang noch nicht untergekommen.[/pullquote_right]

Auch unter der Haube steckt beim Galaxy Note eine Menge. Angetrieben von einem Dualcore Prozessor mit 1400 Megahertz und 1024mb Arbeitsspeicher ist es momentan schwer an seine Leistungsgrenze zu bringen. Selbst Spiele wie GTA 3 laufen flüssig, sogar mit dem HiRes-Grafikpatch.  Lediglich die Homescreens ruckeln manchmal ein klein wenig, wenn sehr viele Widgets darauf platziert sind und gleichzeitig ein anderer Launcher im Hintergrund aktiv ist. Nach der Deinstallation von ADW Ex war das ruckeln wieder weg. Neben dem 16 Gigabyte großen internen Speicher, gibt es die Möglichkeit bis zu 32 Gigabyte per MicroSD Karte nachzurüsten.

Die Sprachqualität ist gut, die Stimmen wirken nicht dumpf aber auch nicht so klar wie bei einem Festnetztelefon. Es ist kein stimmenschluckendes Rauschen im Hintergrund zu vernehmen, und das lästige Surren, das beispielsweise beim Galaxy S oder dem Galaxy Nexus im GSM-Netz hörbar ist, tritt hier ebenfalls nicht auf. Der Lautsprecher ist wirklich laut!

Die Kamera löst mit 8 Megapixeln auf, hat eine LED-Leuchte, und macht deutlich bessere Bilder als das Galaxy Nexus. Die Fotos werden zwar nicht ganz so schnell geschossen wie beim Android 4 Boliden, dafür überzeugt die Bildqualität der Schnappschüsse fast immer, auch in Innenräumen! Meine drei Jahre alte Digicam macht das auch nicht besser.  Eine bessere Handykamera  wie diese, ist mir bislang noch nicht untergekommen.

Trotz des gigantisch großen Displays, überzeugt auch die Akkuleistung! Mit 2500mA übersteht es locker einen Tag bei halb-intensiver Nutzung und automatischer Helligkeit. Spielt man etliche Stunden 3D-Spiele, schaut Filme, und telefoniert/surft viel in Zügen bei maximaler Helligkeit, ist der Saft aber auch beim Galaxy Note schnell aufgebraucht.

Nicht ganz überzeugen konnte mich der mitgelieferte und im Gehäuse verstaubare Stift. Zwar lässt sich das Gerät damit ganz gut bedienen, Notizen kritzeln, oder Bilder zeichnen. Allerdings merkt man vor allem bei letzterem, dass der Stift etwas nachzieht. Eine Möglichkeit zur Kalibrierung habe ich nicht gefunden. Dennoch ist die Stift-Steuerung in manchen Situationen ganz nützlich.

Samsung Galaxy Note -FAZIT

Wer kurz nach Weihnachten noch auf der Suche nach einem Smartphone der Spitzenklasse ist, und wer nicht an alten Handy-Trends hängt – im Sinne von je kleiner desto feiner – der bekommt mit dem Galaxy Note definitiv ein Gerät, das bestens für den Alltagsgebrauch geeignet ist. Hat man es einmal für eine Weile nutzen können, möchte man  es nicht mehr missen. Wer sich zwischen Galaxy Note und Galaxy Nexus nicht entscheiden kann, der sollte abwägen ob ihm regelmäßigere Software Updates wichtiger sind, als die bessere Hardware mit einer bereits gut ausgestatteten Software. Für das Galaxy Note vergeben wir 5 Sterne!

Special: Gaming auf dem Samsung Galaxy Note

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