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Samsung Galaxy S4 Test – Vernunft siegt!

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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, Teil 1: hier ist in aller Kürze der längst überfällig Samsung Galaxy S4 Test. Wenn man so will der Vollständigkeit halber.

[divider]Design & Verarbeitung[/divider]

 

Das Samsung Galaxy S4 ist ein hübsches Smartphone, dessen klare Linien besitzt, die in Weiß gut zur Geltung kommen. In Blau gefällt mir das S4 nicht besonders, insgesamt spricht mich die schlankere und weniger runde Form mehr an, als das eher weiblich und ein wenig bauchig wirkende Galaxy S3. Das S4 wirkt wesentlich schlanker, was durch die nahezu rahmenlose und aufgeräumte Frontseite unterstrichen wird. Der Rahmen mit Alu-Optik verleiht dem S4 zusätzlich noch einen edlen Anstrich, auch wenn es nach wie vor ganz aus Polycarbonat besteht.

Die Verarbeitung bei meinem Exemplar ist hervorragend: keine Pixelfehler, exakte Spaltmaße und eine kratzfeste Oberfläche zeichnen es aus. Ich habe aber mit dem Kauf einige Monate gewartet, was der Qualität des Galaxy S4 offenbar zu Gute gekommen ist. Kinderkrankheiten und typische Montags-Modell-Fehler kann ich nicht ausmachen.

[divider]Display[/divider]

 

Das SuperAMOLED-Display konnte gegenüber dem Vorgängern gehörig zulegen. Zwar ist die Farbdarstellung immer noch eine Ecke bunter und bonbonfarbener als etwa beim HTC One, ganz so knallig und unrealistisch wie beim Galaxy S1 oder S2 ist sie aber schon lange nicht mehr. Das 5 Zoll-FullHD-Display ist groß und lässt sich durch den guten Schwerpunkt erstaunlich komfortabel bedienen. Wer ganz kleine Finger hat, schaltet die Einhand-Bedienung ein, mit deren Hilfe der dargestellte Bildausschnitt durch einem Rahmen verkleinert wird. Manchmal wünsche ich mir das Note 3-Display zurück, weil es noch einmal eine ganze Ecke größer und brillanter ist, insgesamt kann ich aber gut damit leben. Das HTC One-Display ist vielleicht einen Ticken besser, vor allem Draußen im Hellen. Nach dem LG G2 und dem Galaxy Note 3 Display ist es aber das beste Display, das ich kenne.

[divider]Technik & OS[/divider]

Mittlerweile gibt es mit den Snapdragon 800-Smartphones wie etwa dem Xperia Z1, LG G2 oder Nexus 5 einige Modelle, die technisch überlegen sind. Im Alltag bewährt sich die Snapdragon 600 in Kombination mit dem 2 GB und ist auch für gehobene Ansprüche absolut ausreichend. Egal ob original TouchWiz-OS, oder eine der zahlreichen custom ROMs (gibt es mittlerweile auch als Android 4.4 Google Edition): das passt!

Seit ich mit dem Galaxy Note 3 TouchWiz lieben gelernt habe, hat es  eine nicht-Samsung-ROM ganz schwer auf das S4 zu kommen. Zwar ist das Note 3 durch die ganzen Stylus-abhängigen Zusatz-Apps noch eine ganze Ecke besser, weil komfortabler, aber auch hier gilt das Fazit: Samsung schnürt ein ganz dickes Paket an komfortablen Zusatz-Apps, dem weder Hersteller günstiger Smartphones noch Google mit seinem kümmerlichen Standard-Android auch nur annähernd das Wasser reichen können. Allenfalls LG und HTC bieten hier ein ähnlich gutes Gesamtpaket. Wer das nicht hören will, soll bitte beim Nexus 5 bleiben.

Egal ob Kamera, Kalender oder Internet-Browser: diese Apps sind in etwa so, wie ich mir einen Android-Standard wünschen würde. Im Alltag haben sich mittlerweile auch die von mir anfangs als Schnickschnack eingestuften Smart Screen Zusatz-Funktionen wie Smart Stay, Intelligente Drehung und dergleichen durchgesetzt. Sie erleichtern die Bedienung und sind sehr praktisch.

Generell gilt: es gibt viel mehr Einstellungen als beim puren Android 4.3 Bean, das Einstellungsmenü ist aber wesentlich übersichtlicher und aufgeräumter.

[divider]Kamera[/divider]

 

Kamera-und Video-Aufnahmen profitieren zum einen von der Güte der verbauten Hardware, die auch noch Ende 2013 qualitativ zu den besten gehören, was der Android-Sektor hergibt. Andererseits hat Samsung mit den Vorgängern so viel Erfahrung sammeln können, dass die Software einen zusätzlichen Mehrwert darstellt, den es so bei der Konkurrenz nur selten gibt. Die Bilder werden gut aufgearbeitet, sauber und relativ wirklichkeitsgetreu wiedergegeben. Auch Aufnahmen unter erschwerten Lichtverhältnissen sind brauchbar. Die Videoaufnahmen, die das Galaxy S4 macht, sind für ein Smartphone überdurchschnittlich gut. Artefakte und dergleichen treten nur selten auf, etwa bei heftigen Kamera-Schwenks. Da arbeitet die Samsung-Technik ganz fleissig im Hintergrund korrigierend mit. Man merkt den Unterschied deutlich wenn man eine Stock-ROM ohne TouchWiz installiert hat, und von daher gehört Samsung hier ein gesondertes Lob verliehen für die gute Arbeit, die sie abgeliefert haben. Von den zahlreichen Kamera-Modi oder den vielen optischen Filtern ganz abgesehen.

[divider]Akku & Alltag[/divider]

Der Akku ist groß, und, schaltet man nicht alle Synchronisierungen ein (vor allem die Google-Dienste sowie die Gallerie saugen gehörig am Akku) kommt man gut über den Tag. Eher weiter bei nur durchschnittlicher Nutzung. Intensive Smartphone-Nutzer greifen eh zu einem Zweit-Akku, so dass man die Akkulaufzeit sogar über die des LG G2 Akkus steigern kann. Ich bin damit jedenfalls sehr zufrieden und ziehe wechselbare Akkus immer noch einem stylischen Unibody-Gehäuse vor.

Im Alltag freue ich mich über den micro-SD-Kartenslot, mit dem ich die etwas knappen 16 GB beinahe beliebig vergrößern kann. So habe ich meine große Musik-Sammlung mit an Board. Trotzdem sollte Samsung beim Galaxy S5 die 16 GB aus dem Programm nehmen und standardmäßig 32 GB anbieten, gerade auch vor dem Hintergrund, dass das TouchWiz OS immer größer wird und durch die ein oder andere überflüssige Bloatware App (viele lassen sich mittlerweile auch wieder deinstallieren) viel Platz einnimmt.

[divider]Fazit[/divider]

Vernunft siegt! Warum? Weil, hätte ich die freie Wahl, ich mich für das Galaxy Note 3 entscheiden würde. Das Galaxy Note 3 bietet das umfangreichste Hard- und Software-Paket. Allerdings liegt es preislich eine ganze Ecke über dem Galaxy S4 und hat dann doch die ein oder andere Funktion, die ich kaum nutzen würde. Da der Preis des Samsung Galaxy S4 mittlerweile auf unter €450 gesunken ist, bietet es ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.
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Geschrieben von mrmad

mrmad

Bloggt seit Jahren mit vielseitigen Interessen, kümmert sich um administrative und redaktionelle Inhalte. Sachlich und nüchtern, oder auch persönlich und polemisch - auf jeden Fall aber immer voll bei der Sache.

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