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Samsung Galaxy SIII mini Testbericht

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Groß war das Interesse der Fachpresse und der Blogger-Welt, als Samsung das Galaxy SIII mini in Frankfurt der Weltöffentlichkeit vorstellte. Groß war am Ende des Tages die Enttäuschung, zumindest auf Seiten der Blogger und deren Leser, dessen Erwartungen an die Leistungsdaten nicht erfüllt wurden. Kein Quadcore Prozessor in kleinerem Format? Alles klar – abgehakt! Mittelklasse juckt Tech-Nerds nicht.
So schwand das Interesse rapide – bis zur tatsächlichen Veröffentlichung las man kaum noch was über das “kleine” Smartphone mit dem großen Namen und dem Zusatz “mini” dahinter.
Jetzt ist es auf dem Markt, der Preis ist schon teilweise auf unter 300€ gesunken, und trotz der einseitigen Fokussierung der Presse auf LG’s Demogerät für Google (das Nexus 4 ist gemeint), könnte sich das Samsug Galaxy S3 mini im Weihnachtgeschäft zum Verkaufshit entwickeln. In unserem Test lest ihr warum.

[divider]Galaxy S3 mini :Optik und Haptik [/divider]

Wie der Name bereits erahnen lässt orientiert sich das Galaxy S3 mini an Samsungs Flaggschiff, welches bereits seit einigen Monaten erhältlich ist und weiterhin viele Bestenlisten anführt. Das Gerät wurde einer Schrumpfkur unterzogen, anstelle des 4,8 Zoll großen SAMOLED Displays verbaut Samsung ein (kleine-)händefreundlicheres 4,0 Zoll Display, ebenfalls mit der Samsung üblichen SAMOLED Displaytechnologie. (+Brilliantere Farben — mit der Zeit ausbleichende LEDs). Dabei ist es allerdings auch etwas dicker geraten als der große Bruder. Was aber kein Nachteil ist, im Gegenteil: Das Mini liegt wunderbar in der Hand und lässt sich jederzeit gut bedienen. Trotz Plastik-Gehäuse fühlt es sich recht hochwertig an, die Verarbeitung ist astrein, das Design, wie schon beim Vorbild, gelungen. Ist man kein Hardcore-Pastik-Verächter dürfte die Optik auch beim S3 mini gewisse Begehrlichkeiten wecken – was für ein Smartphone in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich ist.

[divider]Ausstattung und Akku [/divider]

„Glücklicherweise hat Samsung den Rotstift beim Galaxy S3 mini rechtzeitig fallen lassen. Der austauschbare Akku, der erweiterbare SD-Speicher und der 1GB große Arbeitsspeicher bleiben auch beim Galaxy S3 mini bestehen.“

Wie eingangs erwähnt kann Samsung, was die verbaute Hardware angeht, nicht für höher schlagende Android-Geek-Herzen sorgen. Hier kommt lediglich ein 1Ghz Dualcore Prozessor zum Einsatz, verglichen mit dem 1,4ghz Quadcore-Prozessor im Galaxy S3 wirkt die CPU also auch “mini”. Auch bei der Kamera – 5 Megapixel statt 8 – und dem Akku – 1500mA an Stelle von 2100mA – setzt Samsung auf Mittelklasse statt Highend. Die Auflösung des Displays beträgt 800×480 im Vergleich zu 1280×720. Auch das NFC-Modul fiel dem Rotstift zum Opfer. So ist die Bezeichnung “mini” zwar ohne Zweifel nicht irreführend, “SIII light” wäre dennoch zutreffender gewesen.

Glücklicherweise hat Samsung den Rotstift beim Galaxy S3 mini rechtzeitig fallen lassen. Der austauschbare Akku, der erweiterbare SD-Speicher und der 1GB große Arbeitsspeicher bleiben auch beim Galaxy S3 mini bestehen. So ist man als Musikliebhaber nicht auf Streaming-Dienste angewiesen, die einem unterwegs das Datenvolumen leer saugen, da man große Teile seiner Musikbibliothek immer auf der externen Micro-SD-Karte mitsichführen kann. Wer keine Lust auf “Akku-leer-Stress” hat, nimmt einen Ersatzakku mit. Die entsprechende externe Ladestation gibt es bei Samsung für 40€. Sobald es in Onlineshops verfügbar ist, dürfte der Preis, wie schon beim “big brother”, auf 25-30€ fallen. Eine kleine Zusatzinvestition, die sich meiner Meinung nach auch beim Galaxy S3 mini lohnt. (So handhabe ich das schon seit dem Galaxy SI und, obwohl der Akku meines Samsung Galaxy SIIIs deutlich länger hält, ist der Ersatzakku für mich auch hier unverzichtbar.)

„Den ultimativen “Ton-Stresstest” hat es, wie ihr hier sehen oder besser gesagt hören könnt, sehr gut bestanden. Wer andere Konzertvideos auf YouTube kennt, weiß die Aufnahmequalität beim Samsung Galaxy S3 mini zu schätzen.“

Die Ausdauer des Galaxy SIII minis geht in Ordnung, bei durchschnittlicher Nutzung überdauert es einen Tag, an dessen Ende aber es auf jeden Fall aufgeladen werden muss. Sollte es dennoch mal eng werden, lässt sich der Akku-Tod durch den Energiesparmodus auf Kosten der Arbeitsgeschwidigkeit etwas herauszögern.
Ebenso zufriedenstellend wie der Akku ist auch die Kamera. Diese schießt ordentliche Bilder mit einer Maximalaufösung von 5 Megapixeln. Überrascht hat uns dabei die Videoqualität. Hier wird zwar “nur” in 720p gefilmt (beim SIII in 1080p), die Bildqualität ist dabei aber dennoch sehr gut, aber vorallem das Mikrofon überzeugt. Den ultimativen “Ton-Stresstest” hat es, wie ihr hier sehen oder besser gesagt hören könnt, sehr gut bestanden. Wer andere Konzertvideos auf YouTube kennt, weiß die Aufnahmequalität beim Samsung Galaxy S3 mini zu schätzen.
Wie sich die geringere CPU-Power bei gleichbleibender Größe des Arbeitsspeichers auf die Alltagsperformance des Galaxy S3 mini auswirkt, lest ihr im nächsten Abschnitt.

Samsung Galaxy S3 mini vs. Motorola Razr i Vergleich

[divider]Performance[/divider]

„Auch bei Benchmarks zieht der kleine Bruder ganz klar den Kürzeren – wer darauf großen Wert legt, wird mit dem Galaxy S3 mini nicht warm.

Samsung Galaxy S3 miniZur Überraschung vieler „CPU-Pimper“ lautet die Antwort hier: eher gar nicht. Das System läuft flüssig und sauber wie beim großen Quadcore-Bruder. Die Homescreens wechseln sanft von links nach rechts, die Apps öffnen sich zügig, durch das Internet surft es sich angenehm schnell – Schluckauf bekommt das Gerät nur beim Öffnen des Telefonbuchs. Das dauert – wie bei meinem SIII auch – etwas länger als mir lieb wäre. Dieses Phänomen scheint Android-bedingt zu sein, denn auch bei Nexus-Geräten fällt uns das immer wieder auf. Bei aufwändigen 3D-Spielen – Marke Modern Combat oder GTA – zaubert ein Quadcore-Prozessor natürlich mehr Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm. Auch bei Benchmarks zieht der kleine Bruder ganz klar den Kürzeren – wer darauf großen Wert legt, wird mit dem “mini” nicht warm.

Alles andere meistert der Dualcore-Prozessor hervorragend. Grund dafür dürfte das gute Zusammenspiel zwischen Software und Hardware sein. Denn anders als bei vielen Android-Smartphones in dieser Preisklasse, hat es Samsung beim Galaxy S3 mini vermieden einen hardwareseitigen Flaschenhals einzubauen – meist ist das der Arbeitsspeicher und nicht der Prozessor. Wären hier weniger als 1gb RAM zum Einsatz gekommen, wäre das System deutlich ausgebremst worden. Im Zusammenspiel mit Samsungs aktueller TouchWiz-Firmware, die auf Android Jellybean basiert, kommen alle beim Galaxy S3 mini verbauten Komponenten gut zum Einsatz.

[divider]Touchwiz [/divider]

„Beim Betriebssystem verhält es sich ähnlich wie bei der Ausstattung. Mit kleinen Abstrichen muss man leben.“

Samsung Galaxy S3 mini vs Motorola Razr i VergleichsvideoBeim Betriebssystem verhält es sich ähnlich wie bei der Ausstattung. Mit kleinen Abstrichen muss man leben. Samsungs Touchwiz 4.1 Jellybean spendiert erweitert auch hier Googles Android Betriebssystem um viele nützliche Funktionen und einige Gimmicks. Zu den Vorteilen und Besonderheiten zählen auch hier S-Voice, Popup-Play, UKW-Radio, der Samsung eigene zusätzliche Appstore mit Sonderangeboten, Samsungs umfangreicher Kalender, Bewegungssteuerung, eine erweiterte Foto-Galerie mit Gesichtserkennung, ein Videoplayer der nahezu alle gängigen Formate abspielt, ein hervorragender MP3-Player, eine Memoapp die sich mit Google Drive synchronisieren lässt, wifi-direkt, Facebook-Synchronisation, Diktiergerät, eine durchgängig homogenes Desig, benutzerdefinierbare Schnellzugriffe in der Statusleiste, nützliche Widgets, ein ansehnlich animierter Locksrceen (Welleneffekt) und vieles mehr.
Einige Kleinigkeiten fehlen beim Glaxy S3 mini jedoch: eine automatische Helligkeitsregulierung, einige Bewegungsgesten, bedingt durch das fehlende NFC-Modul auch Funktionen wie S-Beam oder aber auch die vorinstallierte Dropbox mit kostenlosen 50gb Speicherplatz. Das ist schade, aber verschmerzbar.

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Geschrieben von mrmad

mrmad

Bloggt seit Jahren mit vielseitigen Interessen, kümmert sich um administrative und redaktionelle Inhalte. Sachlich und nüchtern, oder auch persönlich und polemisch - auf jeden Fall aber immer voll bei der Sache.

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