Je mehr desto besser –  bei Kameras gilt das allerdings schon lange nicht mehr. Denn wenn die Pixelzahl zunimmt, die Sensorgröße aber nicht, kommt es zu Bildstörungen wie Rauschen, wodurch wiederum Qualität und Bildinformation verloren geht. Ergo: von einer höheren Auflösung bleibt nicht viel übrig.

Ob das auch bei Sonys Xperia S der Fall ist, soll mein folgender Vergleich zeigen. In diesem müssen sich die 12 Megapixel-Bilder mit dem Samsung Galaxy S, dem HTC Radar und dem Samsung Wave 3 messen lassen. Neben der Hardware werden hier auch 4 verschiedene Systeme verglichen: Gingerbread, ICS, WP7 und Bada 2.0. Denn schließlich spielt auch die Software eine entscheidende Rolle, regelt sie immerhin den Weißabgleich und Ähnliches.

Testbedingungen

Alle Fotos wurden unmittelbar nacheinander aufgenommen. Die Lichtverhältnisse dürften sich in der Zeit kaum geändert haben. Diese waren mittelmäßig bis gut. Das heißt in Innenräumen können die Ergebnisse ganz anders ausfallen, die Aussagekraft beschränkt sich also auf Außenaufnahmen bei durchschnittlichem Licht.
Bei den Detailvergleichen wurde auf allen Bildern der exakt gleiche Bildausschnitt gewählt. Da das HTC Radar allerdings einen besseren Weitwinkel hat, befinden sich in diesem Ausschnitt weniger Pixel als bei der Konkurrenz. Das sollte also bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

Ein glasklarer Sieger

Vergleich Szene 1  Vergleich Szene 2

Vorneweg: das Xperia S widerlegt die Eingangsthese ziemlich eindrucksvoll. Nicht nur in Sachen Details lässt das Xperia S die Konkurrenz alt aussehen, auch in Punkto Farbtreue, Bilddynamik und Kontrast schlägt man die 5MP-Sensoren ohne Mühe.

In der ersten Szene fällt das insbesondere beim digitalen Zoom auf, Der Rost ist nicht nur detaillierter, sondern auch stärker ausgeprägt, während er auf den anderen Bildern sehr flach wirkt. Im direkten Vergleich mit dem HTC Radar fällt auf, dass der Sensor mit der gleichzeitigen Erfassung von Licht und Schatten (Bilddynamik) viel weniger Probleme hat. Vor allem im Sommerurlaub könnte das ausschlaggebend sein. Denn ist ein Sensor in diesem Bereich schwach, wird man auf Bildern entweder nur den Himmel ausreichend erkennen, oder das Motiv. Entweder Ersteres wird überbelichtet oder Letzteres ertrinkt im Schatten. Das Xperia S ist hier also ziemlich stark, auch wenn man sich nicht in dem Maße wie bei der Auflösung vom Galaxy S und dem Wave 3 abheben kann.

In Szene 2 erkennt man sogar, dass den 5MP Kameras sogar Farbinformationen verloren gehen. Vom Grün der Knospen ist eigentlich nichts mehr zu sehen, nur beim Galaxy S lässt es sich noch erahnen.

Fazit

Wer das Xperia gerade wegen den 12Megapixeln interessant findet, dürfte mit der Kamera sehr zufrieden sein, denn vom alten 5MP-Standard hebt man sich zumindest in Außenaufnahmen deutlich ab. Die Fotos sollten also auch für den DIN A4-Druck genügen. Wie die Kamera in Innenräumen abschneidet, erfahrt ihr in Kürze im Sony Xperia S Review.