Mit dem Sony Xperia Z erscheint ein neuer, ernstzunehmender Konkurrent um die Spitzenposition auf dem (Android-) Smartphone-Sektor. Wir verraten euch, ob sich die sonst üblichen Verdächtigen Nexus 4, Samsung Galaxy S3 oder HTC One X+ ab sofort warm anziehen müssen. Wir danken ganz herzlich getgoods.de dafür, dass wir das Xperia Z gleich am Erscheinungstag testen konnten.

Erwächst mit dem Sony Xperia Z endlich ein neuer Mitstreiter um die Smartphone-Krone?

[TOC]Als Sony im Januar mit der Xperia Z-Ankündigung sprichwörtlich die Bombe platzen lies in der recht ereignisarmen CES in Las Vegas, war die ansonsten auf Samsung, Google und HTC fixierte Android-Welt ein wenig  durcheinander gekommen: offenbar hatte das Android-Triumvirat ein wenig Konkurrenz und frischen Wind bitter nötig und so wurde das Sony Xperia Z (und seine Abwandlungen wie Xperia ZL und Xperia V) allenthalben positiv aufgenommen. Auch wir waren frohen Mutes, dass Sony diesmal endlich einlösen könnte, was es mit den Vorgänger-Modelle oft versprochen hatte, ohne es einzulösen. Sicher, Smartphones wie das Xperia ION oder das Xperia S waren nicht schlecht, konnten aber mit den Kameras restlos überzeugen, ansonsten blieb man so einiges schuldig. Mit dem Xperia Z versuchen die Japaner, dieses Versprechen endlich einzuhalten und haben ihr Flaggschiff-Modell einige schwergewichtige Argumente mit auf den Weg gegeben.

Xperia  mit monZtröser Ausstattung

Xperia Z FullHD DisplayIn der Tat muss  man sich mit dem Xperia Z nicht vor anderen  verstecken, und kann es im sprichwörtlichem Sinne auch gar nicht: es stößt mit seiner 5 Zoll Display-Diagonale das Pendel noch ein bisschen weiter nach vorne – eventuell etabliert sich diese Größe als neuer Standard im High-End-Bereich. Auch wenn das Xperia Z wirklich sehr schlank ausfällt, unauffällig ist es nicht. Wer aber solch eine Stange Geld zum Verkaufsstart hinzublättern in Kauf nimmt, der wird mit dem ein oder anderem (neidischen) Blick locker fertig werden – da bin ich mir ganz sicher! Langfristig dürfte diese Größe für kleine Hände aber dann doch eine Nummer zu groß sein- nicht schlimm, denn in der Mittelklasse toben sich genug großartige Smartphones mit kleinerem Display herum.

Das Display misst nicht nur 5 Zoll ( das sind 12,7 cm- nicht vergessen!), sondern bietet auch eine Auflösung von 1920×1080- was in der Summe beeindruckende 443 dpi ergibt. Die restliche Ausstattung die man für den zugeben horrenden Preis bekommt, ist allererste Sahne: ein Quadcore-Prozessor mit zeitgemäßen 4×1,5 Ghz, 2GB Arbeitsspeicher, 16 GB per microSD erweiterterer Speicher, NFC, UMTS, eine Docking-Station, Kopfhörer. Als Highlight ist sicher die Hauptkamera mit 13 Megapixeln, Exmor RS, Autofokus und Blitz zu sehen. Auch die sekundäre Kamera für Videotelefonie löst mit satten 2 Megapixeln auf. Und auch wenn es bei uns noch nicht so verbreitet ist: der LTE-Standard wird ebenfalls unterstützt.

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Design & Verarbeitung

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Der Einschaltknopf ragt nicht nur optisch hervor.

Wo fange ich am Besten an? In Natura sieht das Xperia Z nochmal ganz anders aus als auf Videos und Bildern. Es liegt wie ein großer, massiver Block Metall  vor dir, der dem Zeitgeist entsprechend im Unibody-Gehäuse daherkommt und mit Glas überzogen wurde. Das klingt immer sehr zerbrechlich, doch den Gedanken sollte man ganz schnell über Bord werfen. Natürlich handelt es sich  um spezielles Glas, Sony nennt es „Dragontrail“, und meint damit, dass es besonders kratz- und bruchfest ist. Zusätzlich überzieht Sony das gute Stück mit einer speziellen Splitterschutzfolie, sollte es mal aus der Hand fallen. Bei den Außenmaßen sicher keine schlechte Idee.

Der hochwertige Eindruck bestätigt sich, wenn man das Sony Xperia Z zum ersten Mal in die Hand nimmt. Wie ein Monolith wirkt das hermetisch abgeriegelte Smartphone, das alle Schotten dichtmacht: sämtliche Anschlüsse – seien es USB-, MicroSIM,MicroSD oder Kopfhörereingang- sind mit einer gummierten Dichtung vor Staub- und(!) Wasser geschützt. Das kannte ich bereits von anderen Sony Xperia-Modellen, und mich ehrlich gesagt manchmal ein wenig nervte. Da die Anschlüsse nicht frei sind, muss man hier immer ein paar Handgriffe tätigen, um ans Ziel zu kommen. Gerade wer viel Musik hört, dürfte sich daran stören. Allerdings lassen sich die nun wesentlich filigraneren Kappen gut mit den Fingernnägeln öffnen. Die Frage, ob diese den Alltag unbeschadet überstehen, geistert natürlich durch meinen Kopf. Lohn der Mühen ist eine vom Hersteller zertifizierte Wasserdichte, die es Benutzern erlaubt, mit dem Xperia Z Baden zu gehen.

Aus dem Unibody-Look ragt ein markantes Element in Form eines silber-metallenen Einschaltknopfs rechts an der Seite über der Lautstärkewippe hervor.  Der wirkte für mich erstmal irritierend, wie ein riesiger entstellender Pickel in einem ansonsten makellosem Gesicht. Er ist aber markant platziert und äußerst praktisch. Ansonsten sind  ähnlich, wie beim Nexus 4, keine weiteren physikalischen Buttons angebracht, so dass diese auf dem 5 Zoll-Display angezeigt werden (müssen). Bei der Größe sicher kein Problem. Der Stabilität verleihende Rahmen ist gummiert, die Ecken des kantigen Xperia Z sind wohltuend abgerundet. Auch sonst stehen keine scharfen Kanten hervor. Ungenauigkeiten bezüglich der Spaltmaße des 0,79 cm dünnen Smartphones sind selbstredend nicht vorhanden- weniger darf man allerdings angesichts des Preises sicher nicht erwarten. Hinweis für Fettfinger-Phobisten: ja, man sieht Fingerabdrücke sehr deutlich, auch Staub zieht das Xperia Z an wie Licht Motten im Balz-Endstadium, aber wer ein Reinigungstuch dabei hat, hat auch eine Lösung.

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Gut zu sehen, dass Android Smartphones bezüglich des Designs mittlerweile nicht mehr nur der ehemaligen Design-Ikone Iphone hinterher rennen, sondern eigene Wege gehen, und zum Trendsetter mutiert sind. Das Sony Xperia Z gehört mit Sicherheit zu dieser Kategorie.

Sony Xperia Z Design-Bilder

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FullHD Display

alpha_bern_landscapeAuflösung, Pixeldichte, gigantische Größe habe ich bereits erwähnt. Videos schauen, Bilder betrachten und Texte  Lesen:  in Kombination mit dem hervorragendem Kontrast und der famosen Helligkeit (wobei ich diese im Dunkeln unbedingt runterdrehen würde, da es bei Einschalten des Displays fast zu viel des Guten ist) : alles erste Sahne.  Gerade bei Medieninhalten liefert das Xperia Z-Display einen wahren Augenschmaus- kleinste Details und Feinheiten (d.h. aber auch unschöne Bildstellen!) werden sichtbar. Was aber ebenso auffällt und nicht verschwiegen werden darf: der Schwarzwert und die Blickwinkelstabilität sind bauartbedingt (kein AMOLED!) nicht in der gleichen Liga anzusiedeln wie die übrigen Display-Eigenschaften. Die Darstellung hier  geht eher ins gräuliche. Das ist für mich kein Beinbruch, wenn man die Nadel im Heuhafen suchen will, dann wird man hier möglicherweise fündig!

[divider]POWER SATT![/divider]

Performance

Mit dem Sony Xperia Z hat man in dieser Hinsicht erstmal für eine Weile ausgesorgt: hier ist alles in bester Ordnung! Flüssiges Arbeiten ist hier jederzeit möglich: Scrollen durch Menüs, häufiger und exzessiver Wechsel zwischen Apps, flüssige Videowiedergabe und ruckelfreies Spielen: ich habe versucht das Xperia Z an seine Grenzen zu bringen, mir ist es nicht gelungen. Die Kombination aus QuadCore-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und Android Jelly Bean 4.1.2 werkelt hier zuverlässig vor sich hin.

Ich habe das Xperia Z und parallel dazu das Nexus 4 und HTC One X+ durch einige Benchmark-Programme gejagt um meine subjektiven Eindrücke zu überprüfen:

Quadrant Standard

Vellamo

AnTuTu

Das Sony Xperia Z belegt in zwei der drei Benchmarks den Spitzenrang, einzig in AnTuTu liegt es knapp hinter dem LG Nexus 4 – hervorragende Ergebnisse, die meinen subjektiven Eindruck unterstreichen.  Letztlich dürfen diese synthetischen Tests nur als grober Anhaltspunkt verstanden werden, denn ob ein Smartphone flüssig bedienbar ist, hängt letzten Endes auch vom Betriebssystem ab.

[divider]ANDROID 4.1.2[/divider]

Betriebssystem & Bedienung

Beim Sony Xperia Z kommt eine speziell angepasste Version von Android 4.1.2 zum Einsatz, die NFC und Google Now vollständig unterstützt – daher kann man auch ohne Jelly Bean 4.2.2 gut leben – zumal das Update sicher kommen wird.

„Android 4.1.2 wurde mächtig aufgebohrt- jede Menge neue Widgets und Funktionen sorgen für mehr Komfort“

 

Das Xperia Z OS unterscheidet sich natürlich zunächst optisch ein wenig von der Standard Android-Oberfläche, da es andere Icons und eine gräulich-dezentere Farbgebung verwendet. Das sind die vordergründigen und optisch auffälligsten Veränderungen, die unter die Rubrik „kosmetische Korrektur“ einzuordnen sind. An manchen Stellen wurde etwas stärker in das System eingegriffen, und das meist mit äußerst positivem Effekt.

Durchweg lässt sich das Sony Xperia Z sehr flüssig und intuitiv bedienen, wer bereits ein Android Smartphone sein Eigen nennt, findet sich sofort zurecht und wird nach und nach auf die Änderungen stoßen.
So wurde etwa der App-Drawer um eine nützliche Sortierfunktion erweitert: man kann sich die Apps auf vier verschiedene Art und Weise anzeigen lassen: etwa alphabetisch oder nach folgenden Kriterien „Neu installiert“, „Meist verwendet“ sowie nach einer frei konfigurierbaren „Eigenen Sortierung“. Prima Sache und sicher nützlich, wenn man viele Apps installiert hat.

Der Multitasking-Button wurde auch mächtig „gepimpt“: der dient nicht nur dazu, durch die letzten geöffneten Apps zu wechseln oder diese zu schließen, sondern wurde zusätzlich um eine untere Leiste erweitert: ab Werk liegen dort ein Taschenrechner, ein Timer, ein Notizblock sowie ein Mikrofon für Sprachnotizen. Außerdem lassen sich noch weitere sogenannte „Small-Apps“ installieren. Was ich hier allerdings, wie bei fast allen offiziellen Oberflächen vermisse, ist die Möglichkeit mit einer Geste ALLE geöffneten Apps zu schließen. Das gibt es meines Wissens nur in alternativen customROMs und bei Samsung.

Wenn man auf eine freie Fläche in den Homescreens drückt (es gibt insgesamt sechs Stück davon), bekommt man ein hübsches Menü angezeigt, von wo aus man Widgets und Apps  hinzufügen oder die Optik (Hintergrund und Designs) ändern kann. Das gibt es so oder so ähnlich auch bei anderen Android-Reinkarnationen, allerdings ist das nirgends so gut und intuitiv in das System eingearbeitet wie hier beim Sony Xperia Z.

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Zusätzlich zu den gewohnten Standards gibt es auch eine ganze Reihe exklusiver Widgets, die Verknüpfungen zu Sony-exklusiven Apps und Diensten (Sony Select, Smart Connect etc.) darstellen: egal ob Walkman-, Kontakt- und Letzte Anrufe-Widget : sie sind optisch hervorragend anzuschauen, funktional und in den Sony-Look integriert. Dagegen sehen andere Widgets fast wie störende Fremdkörper aus.

Insgesamt schürt Sony ein umfangreiches Multimedia-Package, dass von speziellen App- und Spieleversionen bis hin zu nützlichen Begleitern wie einem UKW-Radio reicht. Allein diese Verfügbarkeit stellt einen echten Mehrwert dar. Für den Multimedia-Einsatz ist das Sony Xperia Z geradezu prädestiniert: ab Werk kann es sowohl als DNLA-Client, als auch Server fungieren: sprich, entweder benutzt ihr das Xperia Z um Bilder, Musik oder Videos von anderen Geräten im Haus abzuspielen, oder es stellt selbst Multimedia-Inhalte für andere Clients bereit. Sicher kann das mit ein wenig Aufwand auf vielen Android Geräten „nachgerüstet“ werden, hier ist aber Alles bereits ab Werk vorinstalliert und wartet auf seinen Einsatz. Bin gespannt, ob es ähnlich wie bei Samsungs TouchWiz als „Bloat-Ware“ verschriehen wird, ich für meinen Teil kann den Sony-Apps viel Gutes abgewinnen. Besonders gefallen hat mir der Sony Walkman: hier warten ein brauchbarer Equalizer sowie (ganz nette, aber nicht benötigte) Visualisierungseffekte auf ihren Einsatz. Statt des Equalizers kann auch eine Funktion namens Clear Audio eingesetzt werden, die dem Klang zu möglichst großer Klarheit verhelfen will. Apropos Klang: ich werd es nicht häufig verwenden, aber der Sound der Lautsprecher ist tatsächlich laut und glasklar. Analog gilt das für die Wiedergabe über Kopfhörer: das mitgelieferte Exemplar liefert eine ordentliche Qualität.

Auch für Social-Network-Freaks hat sich Sony etwas überlegt, wenn es auch zugeben nicht ganz so beeindruckend daherkommt wie das kommende Blink Feed bei HTC Sense 5. Hier hat man die Möglichkeit, Facebook-, Youtube-, Twitter- und Google Reader-Konten einzurichten und sich dann gesammelt darstellen zu lassen. Das ganze nennt sich bei Sony Sociallife.

 

Gibt es überhaupt irgendetwas auszusetzen? In der Tat musste ich erst ein wenig grübeln. Groß vermisste Funktionen gibt es auf den ersten Blick nicht.  Allerdings muss ich auch erwähnen, dass es keine absoluten Killer-Features gibt wie etwa Blink Feed auf dem kommenden HTC Smartphones oder Smart Stay gibt. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Multimedia-Funktionalität ( z.B. Bildschirm des Xperia Z auf dem TV „spiegeln“) sowie in der Optimierung von Android.

Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich etwa, dass man eine App aus dem App-Drawer erst nach oben ziehen muss. Danach kann man es dann in den Dock ziehen, was ich anfangs nicht gleich verstanden habe, weswegen die App zunächst auf einer freien Stelle auf den Homescreens landete. Bei der virtuellen Tastatur sind standardmäßig Punkt, Komma und Smilies versteckt. Man kann aber aus verschiedenen Tastaurdesigns auswählen und sich benötigte/nicht benötigte Zeichen ein- oder ausblenden lassen. Diese Optionen liegen allerdings etwas unglücklich versteckt und man findet sie erst, wenn man die Taste links neben der Leertaste drückt.

Xperia Z Docking-Station – ein echter Mehrwert

Ich muss zugeben, der Docking-Station anfangs nicht allzu viel Beachtung geschenkt zu haben – zu sehr war ich von anderen Dingen geblendet- Ja, ja, ich gebe es zu: das Äußere des Xperia Z hatte mich sehr gefangen genommen. So habe ich die Docking-Station, die scheinbar bei dem ein oder anderem (Mobilfunk-)Anbieter nicht im Lieferumfang ist, zunächst beiseite geschoben. Das war ein großer Fehler, denn sie ist äußerst nützlich. Zum einen – und dass finde ich großartig –  kann man das Xperia Z auf diese Weise laden, ohne umständlich an den Gummikappen herumzufummeln. Man legt das Xperia in die Docking-Station, die am Ladegerät hängt. Zum anderen- und das ist für mich eine nette Dreingabe – löst der Einsatz der Docking-Station bestimmte Aktionen aus, die man ganz genau festlegen kann: eine App wird automatisch gestartet (z.B. die Album-App, Walkman etc), oder das Xperia Z wird stummgeschaltet und dergleichen.

Die Docking-Station ermöglicht das Laden des Xperia Z ohne umständlich an den Gummikapen herumzufummeln...und noch Einiges mehr!
Die Docking-Station ermöglicht das Laden des Xperia Z ohne umständlich an den Verschlusskappen herumzufummeln…und noch Einiges mehr!
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Kamera Xperia Z

Die Kamera- und Videofunktionen bedürfen im Grunde eines gesonderten Beitrags, den wir nachliefern werden. Im Rahmen des Testberichts werde ich aber versuchen, die wichtigsten Aspekte zu beleuchten.

Die Kamera gehört sicher was Qualität und Funktionsumfang angeht mit zu den besten Smartphone-Kameras: da wird die ein oder andere Kompaktkamera im Verglich ins Hintertreffen geraten. Hier schöpft Sony aus dem Vollen, schließlich gehört die eigene Foto-Abteilung mit zu den besten und kreativsten Kamera-Herstellern der Welt – man denke da etwa nur an die großartige Sony alpha DSLRs!

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Bislang konnte ich die Kamera größenteils nur Indoor bei widrigen Lichtverhältnissen testen. Was die Kamera dabei rausholt, ist beachtlich.

Alternativ empfiehlt sich eine richtige Kamera oder ein langsameres Motiv – das Faultier etwa macht in jeder Situation eine gute Figur!

Generell ist die Kamera mit vielen Komfort-Funktionen ausgestattet: eine treffsichere Automatik (Achtung Pixelfreaks: zugunsten der Bildqualität wird auf ein Megapixel verzichtet), Serienbild- und Schwenkpanorama-Aufnahmen (man muss aber fix mitschwenken) sind möglich. Die Aufnahmen können zum einen durch manuelle Einstellmöglichkeiten zur Belichtungskorrektur oder zum ISO Wert beeinflusst werden. Besonders hervorheben möchte ich jedoch an dieser Stelle die Szenenwahl, die ihr vielleicht in ähnlicher Form von eurer Sony-Kamera kennt. Es gilt aus  beeindruckenden 17(!) verschiedenen Modi die passende Szene zu wählen- passend für alle alltäglichen als auch ungewöhnlichere Situationen. Wer seine Katze aufnehmen will wird ebenso fündig wie der Food-Blogger, der seine neuste Kreation interessierten Lesern präsentieren möchte. Allerdings darf sich das Motiv nicht allzu schnell bewegen, denn da kommt die Kamera trotz der für ein Smartphone hohen Serienbildgeschwindigkeit an ihre Grenzen. Alternativ empfiehlt sich eine richtige Kamera oder ein langsameres Motiv – das Faultier etwa macht in jeder Situation eine gute Figur! Videoaufnahmen gelingen in 1080p, man kann während der Videoaufnahmen parallel Fotos machen – kennt man bereits von anderen Smartphones und klappt ebenso gut. Durch die HDR-Funktion, die auch bei Videos zum Einsatz kommt, wirken die Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen sehr satt, ausgeglichen und stabil.

Akku Xperia Z

Ja ja, das leidige Thema: für viele ist ein nicht wechselbarer Akku ein K.O.-Kriterium. Tatsächlich wäre es schön, unterwegs einen zweiten vollen Akku einzusetzen, gerade weil das Sony Xperia Z dank der hervorrangen Multimedia-Funktionalität zu exsessivem Gebrauch einlädt. Entsprechend ist dann auch der Akku trotz einer Kapazität von 2.300 mAh mehr oder weniger schnell leer. Genaue Angaben möchte ich wie immer nicht machen, weil es letztendlich viel zu viele Faktoren gibt, die Einfluss darauf nehmen. Tendenziell kann ich das Xperia Z weder als Schluckspecht noch Sparwunder bezeichnen- gemessen an der gebotenen Leistung und des Riesen-Displays rangiert es aber mehr oder weniger auf dem selben Niveau wie die anderen (kleineren) High-End-Smartphones wie HTC One X+ oder Nexus 4.  Man kommt denke ich im Alltag gut über die Runden.

Eine nützliche Funktion ist sicher der Stamina-Modus, der eine Art Stromsparfunktion darstellt, wenn (unterwegs) der Akku leerzufegen droht. Ist der Bildschirm abgeschaltet, werden WiFi- und der mobile Datenzugriff abgeschaltet. Man bekommt aber immer noch Telefon-Anrufe und SMS zugestellt. Die meisten anderen Funktionen sind aber deaktiviert. Einzig das UKW-Radio, die Sony Kalendarbenachrichtigungen sowie der Musikplayer funktionieren ordnungsgemäß. Man jedoch kann jedoch auch Ausnahmen hinzufügen, also Apps, die weiterhin funktionieren sollen. Eine tolle Sache!

Ebenfalls möglich, ist ein Akkuschon-Modus, falls man den Stamina-Modus nicht nutzen will. Dieser deaktiviert einige Funktionen um bei niedrigem Akku Strom zu sparen.

Fazit und Empfehlung

Mit dem Xperia Z ist Sony tatsächlich der erhoffte große Wurf gelungen: Design, Leistung und Ausstattung sind großartig, der Preis allerdings auch. Wer das absolut beste Smartphone haben will, der kommt dieser Vorstellung mit dem Sony Xperia Z verdammt nahe. Alternativ dürfen es aber nach wie vor die anderen High-End Smartphones wie das Nexus 4,  HTC One X+ oder Galaxy S3 sein.

Wer sich Gedanken macht, ob das Sony Xperia Z bald überholt sein wird, kann natürlich erst abwarten, was HTC und Samsung demnächst mit dem HTC One und dem Samsung Galaxy S4 aufbieten werden. Mit dem Xperia Z betritt ein neuer Player den Markt der High-End-Smartphones und muss sich erst einmal beweisen: die anderen etablierten Hersteller haben letztlich auch viele Fans im Rücken, die zum einen natürlich ihr Smartphone bzw. dessen Hersteller bis aufs Blut verteidigen und für eine gewisse Stimmung sorgen werden. Davon sollte man sich nicht abhängig machen. In einem halben Jahr könnte das ganz anders aussehen. Die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, denn der produktive Teil der Community hat sich schon das Xperia Z zur Brust genommen – Root und erste ROMs stehen bereit. Ob das Fanboy-Lager nachzieht, steht allerdings auf einem ganz anderem Stern. Sony jedenfalls hat die Weichen für eine positive Entwicklung beim Xperia Z gesorgt.

 

[one_half][divider]POSITIV [/divider]
  • überragendes Design
  • tolle Verarbeitung & Ausstattung
  • Leistung satt
  • OS-Anpassungen bieten echten Mehrwert
  • sinnvolle Docking-Station
[/one_half] [one_half_last][divider]NEGATIV [/divider]
  • (horrender) Preis
  • Schwarzwert des Displays nicht optimal
  • kein Wechselakku
  • absolute Innovationen fehlen (bis auf HDR-Video)
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