Die aktuellen Android-Versions-Statistiken belegen mal wieder eindrucksvoll, dass das Thema Updates immer noch ein Nischendasein im Android-Universum fristet. Hersteller (und Kunden?) scheinen noch immer kaum Interesse daran zu haben, die Software ihrer Smartphones zu aktualisieren. Dass die Verbreitung der aktuellsten Android-Software immer noch extrem gering ist (1.6%) belegt, dass sich neue Software fast ausschlielich durch den Verkauf neuer Geräte etabliert. Selbst Android 4, welches im Jahr 2011 erschien, hat es noch immer nicht  geschafft, das noch viel ältere OS Android Gingerbread zu überholen. Android 4 und aufwärts erreichen insgesamt noch immer nicht einmal die Hälfte aller Geräte.

ANdroid MarchNeue Android Software etabliert sich also hauptsächlich nur durch den Verkauf neuer Hardware. Die Verbreitung von Android 4.2 würde also erst an Fahrt aufnehmen, sobald große Hersteller wie Samsung und HTC ihre neuen Smartphones und Tablets mit entsprechender Software ausstatten. Echte Updates auch aktuellste Software erfahren in der Android-Welt nach wie vor nur die wenigsten. Da ist der Nexus-Vorteil wieder futsch, wenn man nach dem Update ein langsameres Gerät hat als vorher und quasi gezwungen wird ein neues Nexus-Gerät zu kaufen.

Auch wenn das nicht gerade positiv für den Kunden klingen mag, erscheint es mir mittlerweile nicht mehr so tragisch auf einer älteren Version verharren zu müssen. Schließlich bekommt es nicht ein mal Google selbst gebacken, dass die aktuelle Software auf ihren eigenen wenigen Geräten zufriedenstellend läuft. Wie sollten das dann andere Hersteller mit einem wesentlich umfangreicheren Produkt-Portfolio auf die Reihe bekommen? Abgesehen davon gibt es nur wenige wirklich wichtige Neuerungen. Selbst das groß umworbene Google Now ist hierzulande ein Rohrkrepierer, das selbst einfachste Standard-Aufgaben nicht beherrscht. Einzig um Project Butter würde ich eine Träne nachweinen, jedoch hat man an dieser Stelle mit Android 4.2 wieder eine kleine Rolle rückwärts gemacht (mehr Ruckler, langsamer)

Da freut es einen umso mehr, dass in Zukunft das nicht mehr ganz aktuelle Android 4.1 auf den meisten neuen Geräten verkauft wird. Selbst günstige Einsteiger-Geräte werden damit ausgestattet werden, wie der Mobile World Congress in Barcelona belegte. Für mich viel interessanter als die Android Versionsnummer ist, was die Hersteller an Funktionalität oben draufpacken. Google mögen derzeit die Ideen auszugehen, Samsung, HTC, Sony und Co. hingegen scheinen derzeit die fortschrittlicheren Software Pakete zu schnüren.

Quelle: Android Platform Versions