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VU+ Duo² Receiver im Test

Mit der VU+ Duo² habe ich im letzten Jahr (meist) viel Spaß gehabt – obwohl mit der Solo 4k bereits (und demnächst Ultimo 4K und Uno 4K) UHD-fähige Receiver aus dem eigenem Haus bereit stehen, lohnt sich der Blick auf den rund 350 Euro teuren Enigma2-Receiver. Egal ob DVB-S2, DVB-C , DVB-T2 oder gar IPTV mit allen aktuellen Empfangsarten kann der Enigma2-Receiver hervorragend umgehen.

12 Das Testequipment im Detail

VU+ Duo² Receiver im Test
Design & Verarbeitung8
Ausstattung & Technik8.5
Performance8.5
OS & Funktionen10
Preis & Leistung9
PRO
(mittlerweile) gutes Preis-/Leistungsverhältnis
gut an eigene Bedürfnisse anpassbar
KONTRA
bedingt für Einsteiger geeignet
8.8
ausgezeichnet
Fazit
Wird eigentlich nur noch durch die VU+ Solo 4K übertroffen, wer auf FBC-Tuner und UHD verzichten kann, ist hier sehr gut aufgehoben!

11 „Die  intern verbaute Festplatte oder externe USB-Festplatte rattert gewaltig vor sich hin, Gemütlichkeit oder Atmosphäre sieht (und hört sich) ganz anders aus: die Lösung lautet: laute Komponenten aus dem Wohnzimmer!“

Endlich, endlich kommt die Synology-NAS so richtig zum Einsatz, endich kann ich externe Mediaplayer in Rente schicken. Wer Serien, Filme und Aufnahmen aufwändig auf Festplatte archiviert hat, kennt das Problem: Man hat die Aufnahmen, aber sie sind dezentral verteilt und so einfach mal gemütlich am Fernseher abspielen geht gerade dann, wenn man es sich gemütlich gemacht hat, nicht. Die Datei wird nicht nicht gefunden, nicht abgespielt, ist inkompatibel oder bleibt mittendrin hängen. Die  intern verbaute Festplatte oder externe USB-Festplatte rattert gewaltig vor sich hin, Gemütlichkeit oder Atmosphäre sind (und hört sich) ganz anders aus: die Lösung lautet: laute Komponenten aus dem Wohnzimmer! Man benutz das NAS-Laufwerk oder den PC im Arbeitszimmer als zentrales Datengrab für sämtliche Mediendateien und die VU+ Duo² als Eierlegende Wollmilchsau, die mit allem fertig wird. Bislang hatte ich mit keiner Videodatei Probleme, sie spielt im Grunde alle Dateien problemlos ab. Einzig DTS-HD-Aufnahmen sollen derzeit nicht möglich sein- kann sein, das mein AV-Receiver in diesem Fall  den Ton umwandelt.

Netzwerkfreigaben als NFS (Unix) und CIFS-Freigaben werden erkannt und problemlos eingebunden -so kann der Aufnahmespeicherort ausgelagert werden, so dass im Wohnzimmer keine noch so kleine Festplatte laufen muss. In der unteren Bildergalerie ist Schritt für Schritt abgebildet, wie man vorgehen muss, um externe Laufwerke einzubinden.

VU+ Duo² kaufen

10 Externe Festplatten & Netzwerkfreigaben

9 Fluid Skin

Skins sind natürlich Geschmacksache : man kann auch mit dem Standardskin glücklich werden, ich persönlich habe mich in den relativ neuen MetrixHD Skin verguckt, der mit einer sehr zeitgemäßen Optik für Aufsehen sorgt. Aktuell kann der Fluid Skin ähnlich wie der legendäre Metrix-Skin  individuell angepasst werden.

8 HbbTV-Plugin

HbbTV gibt es für eine ganze Reihe von Receivern, bei der VU+ Duo² ist es ab Werk mit dabei und wird ganz offiziell unterstützt.  Bei HbbTV handelt es sich in einfachen Worten um den guten, alten Videotext in einem zeitgemäßen Gewand und erweitert um zahlreiche Funktionen.

7 Image

Hier empfehle ich das VTI-Image, dass sich sowohl für Anfänger, als auch fortgeschrittene Anwender gleichermaßen hervorragend eignet. Zudem steht hinter dem Image ein deutschsprachiges Forum mit aktiven und fachkundigen Usern, die auch Anfängern gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Image wird regelmäßig gepflegt, d.h. offizielle und inoffizielle Updates finden sehr schnell den Weg in das Image. Ihr könnt die VU+ Duo² mittels Online-Update auf den neusten Stand bringen, Skins, Plugins usw. vom Online-Feed nachinstallieren usw.  Das bieten in dieser oder ähnlicher Form viele andere Images auch, hier stimmt jedoch die Mischung aus Aktualität und Stabilität. Letztlich wird jeder über kurz oder lang sein optimales Image finden (oder gar selbst kompilieren?)- VTI ist in jeden Fall ein hervorragender Ausgangspunkt!

VU+ Support-Forum

VTI Image für die VU+ Duo²

6 „Wer sich im Alltag im Bereich der Öffentlich-Rechtlichen und den deutschen Privatsendern bewegt, hat aber im Grunde das schnellste derzeit mögliche Zapping-Ergebnis: das Umschalten geht (gefühlt) so flott wie in den guten, alten Analog-Zeiten.“

Sehr erfreulich ist die Boot-Zeit der VU+ Duo²- ein kompletter Neustart dauert ca. 30-40 Sekunden anstatt einer gefühlten Ewigkeit bei anderen Linux-Receivern. So kann man auch ruhig öfters den Receiver am Netzschalter komplett ausschalten. Aus dem Standby ist der Receiver im Grunde sofort betriebsbereit, da dauert bei mir das Einschalten des Fernsehers oder des AV-Receivers fast länger.

Das Zappen geht sehr schnell vonstatten,  ist aber wie immer abhängig vom Skin, und ob zwischen Sendern in SD,HD, innerhalb des gleichen Transponders oder Satelliten, ob diese verschlüsselt oder unverschlüsselt sind, hin-um hergeschaltet wird. Sprich: am längsten dauert dasUmschalten von einem verschlüsseltem SD-Sender von Satellit A auf einen verschlüsseltem HD-Sender auf Satellit B. Wer sich im Alltag im Bereich der Öffentlich-Rechtlichen und den deutschen Privatsendern bewegt, wird mit kurzen Umschaltzeiten belohnt. Noch schneller geht es mit der VU+ Solo 4K.

Ein weiterer großer Vorteil der technischen Ausstattung: man kann beinahe bedenkenlos eine ganze Palette von Plugins und Skins installieren, ohne die VU+ Duo² allzu sehr in Bedrängnis zu bringen. Tendiert der freie Speicher etwa bei der VU+ Zero mit einer halben Hand voll installierter Skins und Plugins  sehr schnell gen Null, hat die VU+ Duo² noch reichlich Reserven für allerlei Spielereien.

Was mir an Enigma² nicht mehr gefällt

So sehr ich  Fan von Linux-Receivern bin (seit Neutrino auf der DBox) und mich an den vielen Entwicklungen in der Community erfreuen, so sehr erweist sie sich auch als eine Art Flaschenhals. Zu viel ist und bleibt bruchstückhaft, eine konsistente Bedienung Image-, Skin- oder Plugin-übergreifend etwa sucht man vergebens. Das ist die Kehrseite einer offenen Entwicklungsplattform. Und überhaupt, die oft zitierten und gelobten Skins, von denen es so viele gibt. Mal wir ehrlich: 95% sind für die Tonne und sehen so aus, als wären sie von grobmotorisch veranlagten Schülern als Strafarbeit beim Nachsitzen zzsammengeschustert worden. Üble Farbkombinationen, 1000 Infos, null Überblick und zu guter letzt stürzen sie gern bei kleinsten Änderungen ab.

Den von mir früher als freundlich empfundenen Umgangston in der Community suche ich oft vergeblich. Man muss die Frage zur richtigen Zeit, am richtigen Ort gestellt haben, eine Suchfunktion benutzen haben, die oft genug nicht zuverlässig genug funktioniert, und mit viel Glück bekommt man keine patzige Antwort.

Zu viel ist mittlerweile Gutdünken und von Zeit, Lust und Laune ein paar weniger Entwickler und ihrer Entourage abhängig. Richtig viele Projekte an denen gemeinsam gearbeitet wird, sind eher die Ausnahme.

VU+ Duo² Highlights

Die Möglichkeiten, die VU+ Duo² einzusetzen, sind schier unendlich und könnten einen Neuling mitunter überfordern. Im folgenden zeige ich euch, wie man seine Box optimal nutzen kann, v.a. als Streaming-Server für Smartphones und Tablets. Wenn man so will, handelt es sich um mein ganz persönliches „All-In-One-Package. Wer sein Android Smartphone individualisiert, wird viele Elemente und Vorgehensweise in ähnlicher Form wiederfinden, allerdings weichen die Bezeichnungen etwas voneinander ab. Ein „Image“ entspricht einer „custom ROM“ wie etwa CyanogenMod oder MIUI; „Skins“ beeinflussen das Aussehen in der Form, wie es „Themes“ bei Smartphones und Tablets tun, „Plugins“ sind in etwas mit Apps und Widgets zu vergleichen. Alles klar? Dann kann es ja losgehen!

5 „Wer überall seine Finger im Spiel hat und alle möglichen Regler und Einstellungen auf Maximum stellt, darf sich nicht wundern, wenn er ein unbefriedigendes Ergebnis erhält. Dafür kann die VU+ Duo² ja nix, und es wird nicht besser, wenn man aus Frust völlig sinnentleerte Rezensionen auf Amazon veröffentlicht. „

Ich bin ein durchschnittlicher Fersehnutzer: ich lege wert auf ein gutes HD-Bild, kann aber dem stundenlangen Einstellungen und Feinjustierungen mit Referenz-Videos nichts abgewinnen. Ich sitze nicht immer im optimalen Sitzabstand zum Fernseher und ermittle den idealen Betrachtungswinkel mittels physikalischer Formeln. Ich habe an all diesen Dingen nur ein rudimentär ausgeprägtes Interesse. Dies vorausgeschickt, sind die Aussagen zur Bildqualität rein subjektiver Natur. Ich habe die VU+ Duo² an einem LG 49 Zoll UHD im Zusammenspiel mit einer Sonosbar im Einsatz. Die Bildeinstellungen habe ich am TV seinerzeit mit einer VU+ Solo² vorgenommen und folglich nur den PVR-Receiver ausgetauscht. Die Bildqualität ist nach meinem Dafürhalten beim HD-Sendungen sehr gut wiedergegeben, allerdings macht der interne TV-Tuner u.U. ein besseres Bild. Das ist bei mir mit einem Samsung FullHD der Fall. Auch mein Sky-Receiver liefert ein klareres, längst nicht so milchiges Bild ab- leider ist er sonst nicht allzu gut zu gebrauchen.

In Foren wird die nicht immer optimale Bildqualität mitunter kontrovers diskutiert. Ich habe allerdings aufgegeben diese Diskussionen als Orientierung wahrzunehmen. Mit Kritik an der heiligen VU+ können manche engagierte User nicht umgehen, und derlei Kritik artet oft im persönlichen Kleinkrieg aus mit begrenzten objektivem Nutzen. Meine rein subjektive Wahrnehmung (die aber auch von Dritten bestätigt wird): die Bildqualität ist mit anderen Receivern meist besser, der interne Tuner vieler TVs skaliert sauberer. Ab Werk scheint mir auch das OpenATV-Image das schärfere Bild zu liefern als VTi.

Bei SD-Sendungen ist die Bildqualität nicht optimal, hängt aber noch stärker als bei HD vom Sender ab. Manche Sender wie ARD, ZDF haben auch in SD noch ein verhältnismäßig sauberes Bild, bei etwa den italienischen RAI-Sendern ist die Übertragungs-und Kompressionsrate auch ohne die Sparzwänge der Eu-Kommission schon seit Jahren sehr bescheiden. Insgesamt ist die Bildqualität gut, ob sie sich mit weiteren Treiberoptimierungen noch verbessern wird, wage ich allerdings mittlerweile zu bezweifeln.

Seit Kurzem kann ich die Bildqualität auch an einem 4K-TV testen: sie ist zweifelsohne gut, das Ende der Fahnenstange ist aber in dieser Hinsicht noch nicht erreicht. Der TV skaliert das Bild auf 2160p hoch, was je nach Ausgangsmaterial mal mehr, mal weniger überzeugend gelingt.

Meiner Ansicht nach sollte man die zahlreichen Bildoptimierungsprogramme am AV-Receiver, TV oder an der VU+ Duo² mit Vorsicht genießen und nicht gegeneinander ausspielen. Wer überall seine Finger im Spiel hat und alle möglichen Regler und Einstellungen auf Maximum stellt, darf sich nicht wundern, wenn er ein unbefriedigendes Ergebnis erhält. Dafür kann die VU+ Duo² nichts, und es wird nicht besser, wenn man aus Frust völlig sinnentleerte Rezensionen auf Amazon veröffentlicht. Am Besten regelt man alles in Ruhe und nur am TV. Wer hier einen Quantensprung erwartet hat (letztlich werden die gleichen Empfangstuner verwendet wie bei den Vorgängern), wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein.

4 „Es gibt für mich Nichts nervigeres als in einer leisen Film-Passage bei einer Aufnahme die knatternde Festplatte herauszuhören.“

„Es gibt für mich Nichts nervigeres als in einer leisen Film-Passage bei einer Aufnahme die knatternde Festplatte herauszuhören.“

Alternativ bleibt der Weg über eine externe Festplatte – entweder per USB oder gleich per Netzwerkplatte.

Ein paar Worte hierzu  in eigener Sache: Es ist einerseits von Vorteil, dass man die günstigeren und größeren 3,5 Festplatten intern verbauen kann, gerade speicherhungrige HD-Aufnahmen brauchen ein möglichst großes Datengrab. Auf der anderen Seite sind dadurch übermäßige Geräuschentwicklungen quasi vorprogeammiert, andererseits lassen sich mit einem Einbaurahmen auch leisere 2,5 Zoll-Festplatten benutzen, die mir wesentlich besser fürs Wohnzimmer geeignet erscheinen. Es gibt für mich Nichts nervigeres als in einer leisen Film-Passage bei einer Aufnahme die knatternde Festplatte herauszuhören.

Ein Highlight der VU+ Duo² ist sicherlich der 1300 MHz Dualcore-Prozessor, der auf den Namen  BCM7356 hört- der gleiche wie bei der Solo². Allerdings kann dieser Prozessor mit aktuellen und kommenden 4K-Receivern von der reinen Rechenleistung her nicht mehr mithalten. Auch fehlt ihm der für UHD wichtige HEVC-Codec. Für das normale Fernsehvergnügen wirkt sich das nicht nachteilig aus, rechenintensive Zusatzdienste wie etwa HBBTV profitieren aber von einem schnelleren Prozessor.

In den weiteren technischen Bereichen ist man aber sehr gut aufgestellt: Der Arbeitsreicher beträgt 2048 MB (Solo²:1024MB); der Flash-Speicher (etwa für Images) wurde auf 1024 MB angehoben- damit entfällt das umständliche Auslagern von Dateien (etwa Picons) auf die im Vergleich mitunter langsame USB-Sticks.

Im Gegensatz zur Solo² gibt es WLAN nun direkt ohne Dongle- persönliche ziehe ich aber die gute, alte LAN-Verbindung vor.

Hübsch anzusehen und recht funktional, wenn auch nicht perfekt, ist mal wieder die Fernbedienung ausgefallen: schlank, angenehme Aufteilung der 42 gummierten Tasten, mit gutem Druckpunkt leistet man sich hier keine groben Patzer. Sie ist programmierbar, d.h. sie kann die TV-Fernbedienung ersetzen. Alternativ lässt sich auch per HDMI CEC-Plugin auch ein AV-Receiver steuern, so dass man mit einem Tastendruck auf der VU+ Duo²-Fernbedienung den Fernseher, den AV-Receiver und den Fernseher ein-oder ausschalten kann. Die Einstellungen hierzu können für jede einzelne, steuerbare Komponente dezidiert vorgenommen werden. Meine Logitech Harmany (ich hatte mir vor 2-3 Jahren ein Mittelklassemodell zugelegt) habe ich damit längst entsorgt – auch weil die VU+ Duo²-Fernbedienung besser aussieht, sich besser anfühlt, weniger aufwändig in der Programmierung und wesentlich weniger störanfällig ist. Die Investition hätte ich mir für meine Bedürfnisse sparen können.

Anschluss gesucht – VU+ Duo² Konnektivität

Die VU+ Duo² ist was die Konnektivität und Anschlussfreude angeht auf höhe der Zeit. Die ohnehin schon überdurchschnittlich guten Anschlussmöglichkeiten wurden um einige zeitgemäße Features erweitert. Wir finden an der VU+ Duo² folgende Eingänge und Anschlussmöglichkeiten:

  • 3x USB (1x Front, 2x Rückseite)
  • HDMI 1.4 Video/Audio Ausgang (digital)
  • SPDIF Audio Ausgang optisch (digital)
  • Scart (TV)
  • Video Ausgang RCA
  • 2x Audio Ausgang (L/R) RCA (analog)
  • RS 232
  • Ethernet

 Ein Alltags-Bild der VU+ Duo²

3 VU+ Duo² technische Daten

Wechselbare Tuner sind das Markenzeichen der VU+ Duo², die im Gegensatz zur Solo² einen flexibleren Einsatz ermöglicht. Anzahl (maximal 2) und Art der Tuner können frei gewählt werden. Für Sat-Empfang stehen DVB-S-Single und DVB-S-Dualtuner, für Kabel- bzw. terrestrischen Empfang gibt es einen kombinierten Tuner, wobei der teurere auch mit dem gerade eingeführten DVB-T2-Standard umgehen kann.

Die Duo² kommt in Hifi-Rack-Ausmaßen daher und will damit sicher auch eine größere Wertigkeit vermitteln als seine kleineren Geschwister. Persönlich gefallen mir die kleineren Boxen (etwa die Vu+ Zero) aber wesentlich mehr. Der Vorteil liegt aber andererseits ganz klar auf der Hand: ausgewachsene 3,5 Zoll-Festplatten lassen sich intern ohne großen Aufwand verbauen. Andererseits gilt für mich nach wie vor:

2 Vorbemerkungen

So sehr wir uns bemühen werden, auch für Laien in dieser Materie einigermaßen verständlich zu schreiben und die Dinge, so genau wie möglich, so einfach wie nötig zu beschreiben- soll dieser Test nicht drüber hinwegtäuschen, dass ein Linux-Receiver einiges Zutun seitens des Users benötigt. Wer diesen Aufwand scheut, wird mit keiner dieser sog. „Bastel-Boxen“ glücklich. Ich betone: hier ist viel Eingreifen eurerseits nötig und als Neuling müsst ihr wohl erst einmal viel Lehrgeld bezahlen!

Stellt euch einen Linux-Receiver einfach wie ein Android Smartphone vor, dass ihr mit einer customROM auf Vordermann bringen müsst. Mit der mitgelieferten Firmware („Image“) werdet ihr nur bedingt Freude an der VU+ Duo² haben. Wer nur schnell TV gucken will, braucht keinen Linux-Receiver, für denjenigen tut es auch ein günstiger normaler Receiver. Wer „mehr sehen“ will, kann beherzt zugreifen.

Mit Hilfe eines Images zündet ihr bei Linux-Receivern den Turbo: die original-Firmware bringt nur die nötigste Grundausttatung mit, viele Features bleiben ungenutzt: so sind etwa die Smartcardreader ohne Funktion, d.h. eure PayTV-Abos bleiben ungenutzt, ihr könnt keine Plugins nachinstallieren etc. Es wäre unfair, einen Linux-Receiver nur mit der original-Firmware zu testen, von daher führt der Weg über kurz oder Lang nur über die Installation eines alternativen Images. Das wiederum ist wesentlich einfacher als das Flashen einer ROM. Bei den VU+-Modellen wird das Image per USB eingespielt. „Rooten“ oder Bootloader freischalten und dergleichen entfallen. Allerdings muss auch hier der Hinweis fallen, dass der Hersteller für Fehler, die durch ein Image verursacht werden, keine Garantie oder Gewährleistung übernimmt.

Am Ende des Reviews findet ihr meine persönlichen Empfehlungen in Bezug auf Images, Plugins, Skins etc. Solltet ihr noch Fragen haben oder Hilfe benötigen, stehe ich euch in den Kommentaren gerne mit Rat und Tat zur Seite.

1 Testumgebung

Wir testen die VU+ Duo² an einer Satelliten-Anlage mit vier Orbitalpositionen (Hotbird 13°, Astra 19,2°, Astra 23 und Astra 28,2°), zwei Leitungen, um die Twin-Receiver-Funktionen wie PIP (Picture In Picture) zu begutachten; einer Synology DS 2012 NAS für das Streamen von Multimediainhalten oder als Speicherort für TV-Aufnahmen. „Stellt euch einen Linux-Receiver einfach wie ein Android Smartphone vor, dass ihr mit einer customROM auf Vordermann bringen müsst. Mit der mitgelieferten Firmware („Image“) werdet ihr nur bedingt Freude an der VU+ Duo² haben.