Nach knapp 5 Jahre im „Apfelboot“ habe ich nun endlich gewagt über den Tellerrand zu blicken. Bei Apple war es relativ simpel, es gab nur ein Smartphone, welches der Kunde nehmen kann. Im Android-Lager gestaltete sich die Frage nach dem „richtigen“ Smartphone schon etwas komplexer. Anfangs kamen das HTC One, das Sony Xperia Z und das Samsung Galaxy S4 in Frage. Das HTC One erinnert wohl am meisten an das iPhone 5, da es auch über ein Aluminium-Unibody-Gehäuse verfügt und sich hochwertig anfühlt. Das Sony Xperia Z hat die besondere Eigenschaft der Wasserbeständigkeit, es überlebt kurze Tauchfahrten problemlos. Zuletzt das Galaxy S4, welches als iPhone-Killer schlechthin gehandelt wird.

Von Apple zu Samsung

Nach ’nem bisschen Hin und Her habe ich mich doch für das Galaxy S4 entschieden und am Sonntag im Rahmen meiner Vertragsverlängerung beim Rosa-Riesen bestellt. Das Päckchen kam überraschend schnell am Dienstag Mittag schon an. Natürlich habe ich das Prachtstück sofort ausgepackt und angeschmissen. Zum Glück bin ich schon im Besitz eines Gmail-Accounts, so dass ich nach der Eingabe der Daten sofort loslegen konnte. Emails, Kontakte und Kalender wurden astrein und ohne Komplikationen übernommen. Schon mal der erste Pluspunkt.

Unterschiedliche Bedienkonzepte

Die Bedienung ist ähnlich wie beim iPhone. Apps werden als Icons angezeigt und durch Drauftippen gestartet. Hier gibt’s schon den ersten großen Unterschied. Die App-Icons lassen sich frei ordnen und gestalten. Hinzu kommen noch Widgets, die es so in der Form beim angebissenen Apfel noch nicht gibt. So lässt sich das Wetter mit sehr schöner Animation gleich im Homescreen anzeigen. Ausgeliefert wurde mein S4 mit Android 4.2.2, scheint schon die neueste Firmware zu sein. Auch alle Apps, die ich bisher auf mein iPhone hatte gab es im Play Store. An Apps mangelt es hier schon mal nicht. Ein Negativpunkt ist mir hier aufgefallen und zwar, dass manche recht viele Apps niedrig aufgelöste Grafiken verwenden. Bei Apple bin ich Schnelleres seitens der Entwickler gewohnt, die ihre Apps angepasst haben. Vielleicht liegt das Problem auch nur in der Vielfalt von Android, da die Apps ja auf mehreren unterschiedlichen Geräten laufen müssen.

Neues S4-Firmware-Update mit HDR-Video u.v.m.!

Musikverwaltung ist ganz simpel wie früher. Per Drag’n’Drop, klassisch, wie die MP3-Player von früher. Bei Apple musste das ganze über iTunes laufen. Und auch generell – Bilder und Videos krieg‘ ich jetzt viel schneller auf mein Smartphone, was ich so bisher beim iPhone nicht gewohnt war. Dort musste man lange Umwege gehen.

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Die Kamera hat stolze 13 Megapixel. Leider hab ich sie noch nicht so ausführlich getestet und gestern bei Gelegenheit in der Sonne im Hofgarten die ersten Bilder geschossen. Sie macht aber einen guten Eindruck und ist keinesfalls schlechter als die Kamera beim iPhone 5.

Hofgarten S4 Test

Nach knapp 2 Tagen hat sich das Samsung Galaxy S4 doch recht gut geschlagen. Ich komme bestens zurecht und es bietet eine solide Basis als iPhone-Ersatz. Ich habe bisher noch nichts großartiges vermisst. Die Akkulaufzeit wird sich bestimmt noch verbessern, da einerseits der Akku erst einmal paar Ladezyklen braucht, bis er seine volle Leistung erreicht, und auf der anderen Seite ich nach und nach weniger mit dem S4 spielen werde, als noch zu Anfangszeiten. Im Ganzen und Großen ein gelungener Wechsel vom iPhone zum Samsung Galaxy S4.